12.06.2010

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Rohstoffpreise vor Rekordhoch

So haben die Preise wieder den Stand des ersten Halbjahres 2008 erreicht. Damals war die Nachfrage allerdings noch wesentlich höher. Insofern sind die aktuellen Preisanstiege nicht allein auf den konjunkturellen Aufschwung zurückzuführen und auch nicht ausschließlich auf die Preiserhöhungen bei den Vorprodukten. So hat sich z. B. die Preiserhöhung beim Polyethylen gegenüber dem Vorprodukt Ethylen verdoppelt.

Die dadurch erzielte Einnahmenverbesserung bei den Kunststofferzeugern führt zu weiteren Margenrückgängen bei den Verpackungsunternehmen. Am Beispiel des deutlichen Preissprungs beim Vorprodukt Butadien wird die besondere finanzielle Belastung für viele Folienhersteller deutlich. Ein zusätzliches Problem sind die hohen Energiekosten, insbesondere hat sich Rohöl in den letzten Monaten deutlich verteuert, so heißt es.

Zudem zeigen sich in einigen Produktsegmenten Versorgungsengpässe. Durch reduzierte Cracker- und Raffineriekapazitäten in Europa ist die Situation beim Polypropylen besonders angespannt. Aus Sicht von IK-Hauptgeschäftsführer Ulf Kelterborn werden zurzeit durch den starken Aufschwung in China zu wenige Kunststoffe nach Europa importiert. Deshalb ist nicht mit einer kurzfristigen Entspannung, weder bei den Rohstoffpreisen noch bei der Versorgungssicherheit, zu rechnen, so heißt es weiter.

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