06.06.2014

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SABIC: Erste thermoplastische Felge aus Carbon-Verbundwerkstoff - Gemeinschaftsentwicklung mit Kringlan

SABIC, Kringlan Composites und andere Partner aus der Industrie arbeiten an der Entwicklung der den Angaben zufolge weltweit ersten thermoplastischen Felge aus Carbon-Verbundwerkstoff. Diese Innovation nutzt den patentierten "Ultem" Kunststoff von SABIC und die patentierte Technologie zur dreidimensionalen Gestaltung von Verbundwerkstoffen von Kringlan. Die neue Werkstofflösung soll herkömmliche Materialien, wie Metall und Aluminiumlegierungen ersetzen können. Neben Gewichts- und Emissionssenkungen, sollen zahlreiche Industrien, von der Luft- und Raumfahrt bis hin zur Automobil- und Verbrauchsgüterindustrie, zudem von geringeren Fertigungskosten profitieren können.

"Die neue Werkstofftechnologie ist das Ergebnis der laufenden Zusammenarbeit von Kringlan und SABIC und hat das Potenzial, ein Durchbruch für OEM aus verschiedenen Industrien zu sein", sagte Steffen Heinecke, CEO von Kringlan. "Die Unterstützung von SABIC ist entscheidend für den Erfolg dieses Projekts. Zusätzlich zu seiner führenden Werkstofftechnologie kann das Unternehmen kompetente Beratung zu den Anwendungen und Nachbearbeitungsschritten bieten. Allein schon aus der Automobilindustrie haben bereits mehrere OEM ihr Interesse an der Anwendung von Felgen aus Carbon-Verbundwerkstoff bekundet, mit denen bei einem PKW eine Senkung der CO2-Emissionen um zwei bis drei Prozent möglich sind."

Während die erste Anwendung dieser neuen Technologie in der Automobilbranche vorangetrieben wird, erstreckt sich ihr Potenzial auch auf andere Industrien, in denen Gewichtsreduktion ein kritischer Faktor ist. So könnten z.B. leichte Maschinentrommeln aus dem neuen Verbundmaterial den Energieverbrauch von Waschmaschinen senken. Zusätzlich sollen Hersteller von Haushaltsgeräten mit den auf "Ultem" basierenden Carbonfaser-Verbundwerkstoffen und der Herstellungstechnologie von Kringlan weitere Kosten einsparen können, indem bei der Entwicklung von Bauteilen die Anzahl der Nachbearbeitungsschritte reduziert werden kann.

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