11.10.2013

bielomatik Leuze GmbH & Co.KG

SCR-Behälter präzise und dicht schweißen für saubere Luft

Schweißen von Harnstoffbehältern

Ausgereifte Schweißverfahren und flexible Anlagenkonzepte sorgen für perfekte Abgasreinigung bei Dieselmotoren.


Zur Messe K in Düsseldorf präsentiert bielomatik eine automatisierte Anlage zum prozessicheren Fügen von SCR-Behältern für synthetischen Harnstoff. Sie werden für das Selective-Catalytic-Reduction-Verfahren (selektive katalytische Reduktion) zum Reduzieren von Stickoxiden in Dieselabgasen benötigt.
Die sehr hohe Kriechfähigkeit sowie die extremen mechanischen Anforderungen durch Gefrieren des Harnstoffes erfordern eine absolut zuverlässige und dichte Schweißung!
bielomatik verwirklicht dafür spezielle Anlagenkonzepte für Prototypen und Kleinserien sowie für eine Großserienproduktion. Abgestimmt auf die Geometrien und Werkstoffe der Behälter arbeiten die Anlagen mit Heizelementschweißen – wie auf der Messe gezeigt – je nach Anwendungsfall und Aufgabenstellung auch mit Infrarot- oder Rotationsreibschweißen. Der Neuffener Hersteller unterstützt die Anwender bei der Wahl des geeigneten Verfahrens und der passenden Automatisierung. Von manueller oder teilweise automatischer Bestückung mit Bauteilen bis hin zu komplett mit Robotern automatisierten Anlagenkonzepten verwirklicht das Unternehmen in Abstimmung mit seinen Auftraggebern sorgfältig abgestimmte Lösungen. Selbst hoch produktive, bedienerarm produzierende Anlagen können flexibel für unterschiedliche Behältervarianten ausgelegt werden. Um die Behälter wirtschaftlich und absolut prozesssicher fügen zu können, berät bielomatik schon bei der Konstruktion der Behältergeometrien. Denn schon in der Konzeptphase lassen sich möglichst günstige, für ein wirtschaftliches Schweißverfahren bevorzugte Schweißnahtgeometrien bestimmen. Dabei greifen die Spezialisten auch auf ihre über viele Jahre gesammelten Erfahrungen im Schweißen von Kraftstoffbehältern zurück.


Mit dem Verfahren der selektiven katalytischen Reduktion (SCR) verringern Fahrzeughersteller den Ausstoß von Stickoxiden.
Nur so können die Fahrzeuge den künftig geltenden Vorgaben des Gesetzgebers, unter anderem die Euro-5-Norm für Nutzfahrzeuge, die Tier-3b-Norm für Landmaschinen und für Pkw die sehr strenge amerikanische BIN5 Abgasnorm sowie die neue Euro-6-Norm erfüllen.
Die Harnstoffbevorratung und Versorgung besteht im wesentlichen aus einem Behälter für Harnstoff, einer Fördereinheit (Pumpe), einem Filter und einer Heizung. Je nach Einsatz – Nutzfahrzeug, Pkw, Land- und Baumaschinen – gibt es unterschiedliche Ausführungen, zum Beispiel mit separaten oder integrierten Pumpen und Filtern. Basis bilden immer die Harnstoffbehälter aus Kunststoff. Sie können durch Spritzgießen und Blasformen oder auch durch Rotationssintern hergestellt werden.
Beim Spritzgießen müssen zwei Hälften gefügt werden. Um möglichst kompakte Geräte zu verwirklichen, gibt es Konzepte mit direkter Integration des Fördersystems. Deshalb ist es bei allen Herstellverfahren erforderlich, zwei (oder mehr) Kunststoffbauteile zu Behältern zu fügen, je nach Ausführung mit integrierten Fördersystemen. Hierfür realisiert bielomatik, basierend auf seinem fundierten Verfahrens-know-how, in allen technisch sinnvollen Schweißverfahren die jeweils auf die Forderungen der Anwender bestmöglich abgestimmten Produktionskonzepte.


One Company - all Technologies …


… so lautet das Messemotto von bielomatik. Der Neuffener Maschinenbauer verfügt über die größte Bandbreite an Schweißverfahren und ist damit in der Lage für nahezu alle technisch genutzten Kunststoffe optimale Lösungen anzubieten. bielomatik erarbeitet in wissenschaftlichen Projekten und in der eigenen F+E Lösungen und Konzepte für die aktuell immer stärker auf den „Schweißmarkt“ drängenden Hochleistungskunststoffe, wie faserverstärkte Leichtbauwerkstoffe (Organobleche) und Hochtemperaturkunststoffe (PPA, PPS, etc.). Das Spektrum umfasst berührende Heizelemente, berührungslose Infrarotstrahler kurzer und mittlerer Wellenlänge, nieder- und hochfrequente Vibrationsschweißanlagen, Heißgas-, Wärmekontakt und Hochfrequenzverfahren sowie Laserschweißmodule. Ultraschallanwendungen können in speziellen Applikationen projektiert und integriert werden. Mit ihrem umfassenden, über mehrere Jahrzehnte aufgebauten Know-how beraten die Neuffener Spezialisten Anwender individuell und seriös, wählen das geeignete Verfahren und erstellen die optimale Konfiguration. Vom kompakten Laser-Integrationsmodul bis zur umfassend automatisierten Anlage für Großteile mit mehreren kombinierten Schweißverfahren erhalten Produktionsbetriebe so die jeweils auf ihre Bedürfnisse sorgfältig abgestimmte Fügetechnologie.


Bild: Mit Robotern automatisierte Anlage zum hochproduktiven Schweißen von Harnstoffbehältern für das SCR-Verfahren zur Abgasreinigung