05.11.2010

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SaarGummi stellt Insolvenzantrag

Betroffen von der Insolvenz ist nur die SaarGummi Deutschland GmbH in Wadern-Büschfeld, die hauptsächlich das Automobilzuliefergeschäft für den deutschen Markt abwickelt. Nicht betroffen sind die übrigen deutschen Gesellschaften, die Luxemburger Konzernholding sowie die Auslandsgesellschaften. Die Führung des Unternehmens will jetzt versuchen, die notwendige Restrukturierung mit Hilfe der Insolvenzverwaltung fortzusetzen.Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurden die Saarbrücker Rechtsanwälte Udo Gröner, Heimes & Müller, sowie Jean-Olivier Boghossian, Schultze & Braun, bestellt. Beide haben noch am Nachmittag ihre Arbeit in Wadern-Büschfeld aufgenommen und in Kooperation mit der Geschäftsleitung der SaarGummi Gruppe sowie einem Vertreter der großen Automobilkunden (OEM) über die für eine Fortführung des Geschäftsbetriebs erforderlichen Sofortmaßnahmen entschieden."Priorität hat für uns zunächst die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs und eine möglichst reibungslose Belieferung der Kunden aus der Automobilindustrie", sagte Udo Gröner. "Wir haben uns deshalb zunächst um diejenigen Entscheidungen gekümmert, die sicherstellen, dass die Unternehmensgruppe mit Zwischenprodukten beliefert wird und somit fertige Ware an die Kunden ausliefern kann", sagte ergänzend Jean-Olivier Boghossian. Die OEM werden die Fortführung des Geschäftsbetriebs aktiv unterstützend begleiten.Die SaarGummi Gruppe ist ein Hersteller von Dichtungssystemen vor allem für automobile Anwendungen. Die Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Luxemburg produziert in Deutschland, Tschechien, der Slowakei, Spanien, Indien, Brasilien, China und den USA. 2009 erzielte SaarGummi weltweit mit etwa 3300 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 300 Mio. EUR. Die SaarGummi Deutschland GmbH in Büschfeld hat rund 850 Mitarbeiter.

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