14.09.2010

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Schöfer: Spritzgießteile mit brillianten Oberflächen auch in kleinen Serien

Individuell überarbeitete Serienteile für Sondermodelle, auch in kleinen Stückzahlen, ist eine Spezialität des Oberflächenspezialisten Schöfer. Eingesetzt werden Designs von einfach unlackiert mit erodier-rauer oder hochglänzender Oberfläche, lackierte, verchromte oder mit einer Folienoberfläche versehene Oberflächen. In allen Fällen müssen Fließlinien, Bindenähte und Einfallstellen reduziert oder vermieden werden. Um das zu erreichen, haben die Werkzeugkonstrukteure und Anwendungstechniker ein Expertensystem zur Bestimmung der entsprechenden Produktionsmethoden aufgebaut.

Häufigstes Verfahren ist der Folien-Verbundspritzguss. Die so produzierten Formteile, bedürfen vor der Endmontage in der Regel keiner Bearbeitung mehr. Das Verfahren ermöglicht es, eine gewünschte Oberfläche ohne Umrüstverluste in Losgröße Eins zu fertigen. Häufig genutzt wird die Piano-Black-Optik. Für besondere Effekte werden PMD-Folien (Print Mould Design) eingesetzt, die am Bauteil einen 3D-Effekt vermitteln. Aber auch andere Designs mit matten, glänzenden oder haptischen Effekten können realisiert werden.

Eine neue Entwicklung mit dem Namen Clearmelt dient dazu, Bauteile durch Beschichtung mit PU-Gießlack im Spritzgießwerkzeug mit einem qualitativ hochwertigen und gleichzeitig kratzfesten Klavierlackfinish zu veredeln. Diese Technologie wurde von Schöfer in Zusammenarbeit mit dem Spritzgießmaschinen-Hersteller Engel, dem PU-Gießanlagenbauer Henneke und dem PU-Lackproduzenten Votteler entwickelt. Schöfer steuerte die Entwicklung der Werkzeugtechnik Teile der Verfahrenstechnik bei.

Einen Schritt weiter gehen durch Spritzgießen hergestellte Sandwich-Bauteile mit einem Kunststoffkern und Folien an den beiden Außenseiten, beispielsweise um eine Funktionsfolie mit elektrisch leitenden Strukturen und einer Dekorfolie. So lassen sich Schaltelemente mit Touch-Skin-Oberflächen ohne zusätzliche Montagevorgänge in der Spritzgießmaschine zusammen mit Dekoroberflächen integrieren.

Schöfer bietet nach eigenen Angaben die Kapazitäten für Entwicklung und Konstruktion, den leistungsfähigen Werkzeugbau, der Formen bis zum Schließkraftbedarf von rund 23.000 kN herstellt, und die eigene Spritzerei. Das ermögliche kurze Wege zwischen Engineering, Werkzeugbau und Spritzgießproduktion.

Weitere Informationen: www.schoefer.at