Schadenanalyse und Bauteilprüfung an Kunststoffen

Wer Kunststoff kennt nimmt Stahl!“ Dieser beliebte Spruch unter Maschinenbauern und Konstrukteuren spiegelt perfekt das meist ambivalente Verhältnis des klassisch ausgebildeten Produktentwicklers zu Kunststoffen wider. Diese sehr einfache Betrachtungsweise gründet häufig in nur oberflächlich vorhandenem Kunststoffwissen der Akteure. Dennoch ist es kein Geheimnis, dass Kunststoffe ihren Weg sowohl in Massenanwendungen als auch in hochkomplexe und sicherheitsrelevante Hightech-Produkte in allen Industriezweigen gefunden haben. Viele Anwendungen sind nur in Verbindung mit Kunststoffen realisierbar. Wesentlich ist, dass für die jeweilige Anwendung die richtige Kunststoffart, der passende Her- stellungsprozess und der sachgemäße Gebrauch zusammenkommen.

Ziel dieses Seminars ist es, den Fokus von Produktentwicklern, Qualitäts- und Produktmanagern sowie Einkäufern auf die wesentlichen Eigenschaften einer Anwendung und des dazu passenden Kunststofftyps zu lenken. Neben einem gewissen Kunststoff-Basiswissen gehört dazu ein solider Überblick über folgende Themen:

• Verarbeitungsbedingte Materialeigenschaften
• Alterungsprozesse
• Gängige Prüfmethoden für die geforderten Materialkennwerte
• Schadensursachen herausfinden und zukünftig ausschließen

Die Teilnehmer/innen lernen die Bandbreite der Prüfmethoden kennen und er- halten so einen besseren Überblick über die möglichen Wege, die im Schadens- fall beschritten werden können. Dabei wird stets auf Anwendungsbezogenheit geachtet und bei Bedarf auf teilnehmerspezifische Fragestellungen eingegangen.

Das Fortbildungsseminar steht unter der fachlichen Leitung von Prof. Dr.-Ing. Bernhard Möginger, Professor für Werkstoff- und Bauteilprüfung – Polymere an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg sowie Dr. Johannes Steinhaus, Geschäftsführer des TREE-Instituts für Technik, Ressourcenschonung und Energieeffizienz und Lehrbeauftragter im Bereich Kunststofftechnik an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg