09.08.2010

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Schnelles Messgerät für Temperatur- und Wärmeleitfähigkeit

Das THB-10 (Transient Hot Bridge) erledigt alle drei Messungen gleichzeitig. Damit bietet das Gerät die Möglichkeit, schnell und kostengünstig Reihenmessungen geringfügig veränderter Materialien durchzuführen und zu vergleichen - egal, ob es sich um Festkörper, Schüttgüter, Gele, Pasten oder Flüssigkeiten handelt. Es zeichnet sich durch eine einfache Präparation der Stoffproben sowie eine leichte Bedienung aus.
Das THB-10 besteht aus einem Heizfoliensensor, einem Messgerät mit Konstantstromquelle und einer Auswerte- und Bediensoftware. Wichtigster Bestandteil ist dabei der neuartige, patentierte Sensor. Dieser besteht aus einer Brückenschaltung aus Widerständen auf einer speziellen Leiterbahn, die in eine temperaturstabile Folie eingebettet ist. Diese Brückenschaltung sorgt für eine hohe Messgenauigkeit. Bei starren Proben wie Steinen oder Glas wird der Foliensensor zwischen zwei Proben gelegt und festgeklemmt. Bei Schüttgütern aller Art sowie Sediment wird er in einen Rahmen gespannt und in das Material gesteckt. Für flüssige Materialien lässt er sich zu einem Zylinder formen, der dann mit der Probe gefüllt wird. Der Messbereich des Foliensensors liegt zwischen -40 °C und 180 °C. Sind die Proben mit dem Foliensensor für die Messung vorbereitet, wird ein definierter Strom angelegt, abhängig von dem zu messenden Stoff. Aus dem Aufheizen der Widerstände der Schaltung und der vom Messgut abgeführten Wärme sowie der Zeit berechnet das System Wärme- sowie Temperaturleitfähigkeit und leitet daraus die spezifische Wärmekapazität des Stoffes ab.
Bei der Messung der Wärmeleitfähigkeit deckt das Gerät einen Bereich zwischen 0,02 und 100 W/mK ab. Laut Unternehmen beträgt die Messunsicherheit dabei je nach Sensor und Stoff bis zu maximal 3 %, die Reproduzierbarkeit ist besser als 0,5 %. Bei der Temperaturleitfähigkeit liegt der Messbereich zwischen 0,05 und 10 mm2/s, die Messunsicherheit bei 6 % (Berechnungsmethode der Messunsicherheiten nach ISO-GUM mit k=2), die Reproduzierbarkeit ist besser als 1,5 %.

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