10.10.2014

www.plasticker.de

Schwartz: Spezialist für kunststoffbasierte Maschinenbauteile schließt Sanierung in Eigenverwaltung erfolgreich ab

Die Sanierung des Kunststoff-Herstellers Schwartz GmbH in Eigenverwaltung ist erfolgreich abgeschlossen worden. Das im Februar 2014 eingeleitete Schutzschirmverfahren über das Vermögen des Unternehmens mit Sitz in Xanten wurde am 30.09.2014 aufgehoben. Die Gläubigerversammlung hatte dem vorgelegten Insolvenzplan bereits Ende Juni zugestimmt. Mit der Aufhebung des Verfahrens kann das international tätige Unternehmen nun wieder frei am Markt agieren. Alle Arbeitsplätze in Deutschland konnten erhalten werden, heißt es in einer Mitteilung von Wellensiek und Rödl & Partner, Berater des Unternehmens.

Das Sanierungskonzept wurde von der Schwartz GmbH gemeinsam mit den Frankfurter Rechtsanwälten Dr. Lorenzo Matthaei (als Generalbevollmächtigter) und Stephan Strumpf (beide Wellensiek Rechtsanwälte) sowie einem Team von Rödl & Partner unter der Leitung des Sanierungsexperten Tillmann Peeters erarbeitet. Das gesamte Verfahren wurde von dem gerichtlich eingesetzten Sachwalter Dr. Frank Kebekus überwacht. Nach der nunmehr im September eingetretenen Rechtskraft des Planes hat das Amtsgericht Düsseldorf das Insolvenzverfahren zum 30.09.2014 aufgehoben.

"Grundlage für den Erfolg war, dass entscheidende Maßnahmen für die Sanierung der Schwartz-GmbH bereits vor dem Schutzschirmverfahren angestoßen worden sind und der Antrag frühzeitig gestellt wurde. Zudem wurden operativ nachhaltig positive Ergebnisse sowohl vor als auch im Schutzschirmverfahren erwirtschaftet. Auf dieser Basis war es uns möglich, die Gläubiger von der Zukunftsfähigkeit der Schwartz-Gruppe zu überzeugen", erklärt Geschäftsführer Dr. Stephan Peiffer.

Das Stammgeschäft der Schwartz GmbH habe sich im Verfahren durchgängig positiv entwickelt. Durch die Restrukturierung habe sich die Schwartz GmbH in erheblichem Umfang von Altlasten befreien und damit die Passivseite der Bilanz bereinigen können.

Die 250 Mitarbeiter umfassende Schwartz-Gruppe erwirtschaftet einen jährlichen Umsatz von ca. 50 Millionen Euro. Sie gilt als ein führender Hersteller von hoch belastbaren, großen und/oder komplexen Teilen aus den Werkstoffen PA6G, PA12G und POM, welche vorwiegend im Maschinenbau verwendet werden.

Weitere News im plasticker