28.03.2014

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Semperit: Rekordumsatz und bestes Jahresergebnis der Unternehmensgeschichte im Geschäftsjahr 2013

Die börsennotierte Semperit Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2013 bei einem Rekordumsatz von 906,3 Mio. EUR (nach 828,6 Mio. EUR) das beste Jahresergebnis der Unternehmensgeschichte. Im Sektor Medizin ermöglichten die erfolgreiche Integration des 2012 übernommenen Handschuhherstellers Latexx Partners sowie verstärkte Vertriebsaktivitäten ein zweistelliges Umsatz- und Ergebniswachstum. Im Sektor Industrie gewann Semperit weitere Marktanteile. Umsätze und Profitabilität konnten damit trotz schwacher Konjunktur deutlich gesteigert werden, teilt das Unternehmen mit.

Semperit steigerte das Konzern-EBITDA von 108,7 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2012 um 21,9% auf nunmehr 132,5 Mio. EUR. Das EBIT erhöhte sich trotz höherer Abschreibungen als Folge der Wachstumsinvestitionen um 21,1% von 72,5 Mio. EUR auf 87,8 Mio. EUR. Neben der starken operativen Entwicklung trugen insbesondere das strategische Rohstoffmanagement sowie Kostendisziplin zum Ergebnisanstieg bei. Dementsprechend erhöhte sich die Profitabilität: Die EBITDA-Marge wurde auf 14,6% (nach 13,1%), die EBIT-Marge auf 9,7% (nach 8,8%) verbessert. Das Ergebnis nach Steuern (Periodenüberschuss) legte um 18,8% auf 54,9 Mio. EUR zu, nach 46,2 Mio. EUR im Vorjahr. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung eine erhöhte Basisdividende je Aktie von 0,90 EUR (zuletzt 0,80 EUR) und einen einmaligen 0,30 EUR Jubiläumsbonus anlässlich des 190-Jahre-Bestandsjubiläums des Unternehmens vor.

Mio.-Invest für Ausbau der Produktionsstätten
"Mit dem besten Jahresergebnis in der Unternehmensgeschichte hat sich Semperit 2013 trotz des wirtschaftlich herausfordernden Umfelds ausgezeichnet entwickelt. Wir haben unsere strategischen Wachstumsprojekte in allen Segmenten vorangetrieben und aktiv unseren Rohstoffbedarf gemanagt", zieht Vorstandsvorsitzender Thomas Fahnemann Bilanz über das Geschäftsjahr 2013. "Im Segment Sempermed haben neben der erfolgreichen Integration von Latexx Partners vor allem unsere Investitionen in Vertrieb und Marketing 2013 Früchte getragen. Ein zweistelliges Mengenwachstum im Medizin-Handschuhbereich und neue internationale Großkunden im Industrie-Handschuhbereich waren die Folge. Auch im Sektor Industrie sind wir in Europa und den USA schneller gewachsen als der Markt. Mit neuen Produkten und einer Vertriebsoffensive haben wir neue Regionen und Märkte erschlossen. Da unsere Werke gut ausgelastet sind, investieren wir 2014 bis zu 60 Mio. EUR in den Ausbau unserer Produktionsstätten und sichern damit unseren langfristigen Wachstumskurs ab."

Mit einer Eigenkapitalquote von 48,3% zum Bilanzstichtag verfügt Semperit weiterhin über eine solide Kapitalausstattung (gegenüber 49,3% Ende 2012). Die liquiden Mittel stiegen aufgrund einer starken Cash-Flow-Generierung und Mittelzuflüssen aus dem Schuldscheindarlehen von 133,3 Mio. EUR auf 182,6 Mio. EUR. "Neben der exzellenten Cash-Position verfügt Semperit auch über eine ausgezeichnete finanzielle Stabilität. Nach Abzug aller Finanzverbindlichkeiten verfügen wir über eine positive Nettoliquidität von 43,3 Mio. EUR", erläutert Finanzvorstand Johannes Schmidt-Schultes. "Die Fortsetzung unseres Wachstumskurses ist somit gut abgesichert. Aufgrund unserer Ertrags- und Finanzlage werden wir der Hauptversammlung eine im Vergleich zum Vorjahr höhere Ausschüttung vorschlagen."

Sektor Medizin: Deutliche Umsatz- und Ertragssteigerungen
Im Sektor Medizin (Segment Sempermed) führte laut Unternehmen die Integration von Latexx Partners, eine verbesserte Vertriebssteuerung sowie diszipliniertes Kostenmanagement zu einer deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerung. Durch verstärkte Vertriebsaktivitäten konnten demnach signifikante Mengensteigerungen erzielt werden: So wurden 2013 rund 31% mehr Untersuchungshandschuhe als im Vorjahr verkauft. Die weiterhin negativen Preiseffekte durch die im Vergleich zu 2012 niedrigeren Rohstoffpreise konnten damit mehr als kompensiert werden. Die Auslastung der Sempermed-Produktionsstätten war im Berichtszeitraum mit über 80% sehr gut.

Der Sektor-Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2013 um 13,4% auf 434,9 Mio. EUR. Das Sektor-EBITDA konnte um 41,2% auf 58,7 Mio. EUR erhöht werden. Die EBITDA-Marge verbesserte sich auf 13,5%, nach 10,8% im Vorjahr.

Sektor Industrie: Wachstum und hohe Profitabilität trotz schwacher Konjunktur
Der Sektor Industrie (Segmente Semperflex, Sempertrans und Semperform) verzeichnete trotz eines herausfordernden makroökonomischen Umfelds eine starke Geschäftsentwicklung. Mit neuen Produkten und durch den Ausbau der Vertriebsaktivitäten konnten Marktanteile gewonnen sowie neue Märkte erschlossen werden.

Die Geschäftsentwicklung im Segment Semperflex war von Vertriebserfolgen in Europa und den USA, effizientem Rohstoffeinkauf und vorausschauender Produktionsplanung gekennzeichnet. Semperflex gewann sowohl bei Hydraulik- als auch bei Industrieschläuchen Marktanteile. Dies führte insgesamt zu einer fast vollständigen Auslastung der Kapazitäten. Das Segment Sempertrans erzielte einen deutlichen Ergebniszuwachs. Hauptverantwortlich dafür waren die strategische Fokussierung auf profitablere Produktgruppen sowie die verstärkte Internationalisierung. Deutliches Volumenwachstum resultierte in der Vollauslastung der europäischen Werke. Auch das Segment Semperform erwirtschaftete ein zweistelliges Absatzplus sowie einen deutlichen Umsatz- und Ergebniszuwachs. Alle wesentlichen Business-Units trugen dank einer starken Vertriebsleistung zu Mengensteigerungen bei. Dadurch konnten negative Preiseffekte mehr als wettgemacht werden.

Der Sektor-Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2013 um 5,9% auf 471,5 Mio. EUR. Das Sektor-EBITDA wurde um 12,4% auf 90,1 Mio. EUR erhöht. Die EBITDA-Marge erreichte mit 19,1% nach 18,0% im Vorjahr einen ausgezeichneten Wert. In allen drei Segmenten konnten zudem deutlich zweistellige EBIT-Margen erzielt werden.

Ausblick 2014 und Mehrjahresziele
Die Semperit Gruppe geht für 2014 von einer Fortsetzung der aktuell guten Auftragslage und einer zufriedenstellenden Entwicklung von Umsatz und Ergebnis aus. Von Konjunkturseite werden keine signifikanten Wachstumsimpulse erwartet.

Der Fokus im Segment Sempermed liegt auf der weiteren Steigerung der Effizienz der einzelnen Werke und der Profitabilität des Segments. Die Semperit Gruppe geht von einem kontinuierlichen Nachfragewachstum bei Untersuchungs- und Schutzhandschuhen aus.

Im Sektor Industrie wird für das Geschäftsjahr 2014 eine stabile Entwicklung erwartet. Da die Kapazitäten in den Segmenten Semperflex und Sempertrans bereits voll ausgelastet sind, wurde im Jahr 2013 der Ausbau der Fertigungskapazitäten für Hydraulik- und Industrieschläuche in Odry, Tschechien, und für Förderbänder am Standort Belchatów, Polen, beschlossen. Zusätzliche Kapazitäten sollen somit ab dem ersten Halbjahr 2015 zur Verfügung stehen.

Insgesamt wird Semperit im Gesamtjahr 2014 voraussichtlich rund 50-60 Mio. EUR in den Kapazitätsausbau, davon rund 25 Mio. EUR in die Instandhaltung der Anlagen, investieren.

An den bisherigen Wachstumszielen hält Semperit unverändert fest: Im Durchschnitt soll in den Jahren von 2010 bis einschließlich 2015 ein zweistelliges Umsatzwachstum erzielt werden. Die von der Semperit Gruppe für die nächsten Jahre angestrebte Zielbandbreite bleibt für die EBITDA-Marge unverändert zwischen 12% und 15% und für die EBIT-Marge zwischen 8% und 11%.

Der Geschäftsbericht 2013 steht zum Download zur Verfügung unter:
www.semperitgroup.com/de/ir/publikationen/geschaeftsberichte/

Über Semperit
Die börsennotierte Semperit AG Holding ist eine international ausgerichtete Unternehmensgruppe, die in den Sektoren Medizin und Industrie hochspezialisierte Produkte aus Kautschuk und Kunststoff entwickelt, produziert und in über 100 Länder weltweit vertreibt: Untersuchungs- und Operationshandschuhe, Hydraulik- und Industrieschläuche, Förderbänder, Rolltreppen-Handläufe, Bauprofile, Seilbahnringe und Produkte für den Eisenbahnoberbau. Die Zentrale des österreichischen Traditionsunternehmens, das seit 1824 besteht, befindet sich in Wien. Die Semperit Gruppe beschäftigt weltweit rund 10.300 Mitarbeiter, davon über 7.000 in Asien und mehr als 700 in Österreich (Wien und Produktionsstandort Wimpassing, Niederösterreich). Zur Gruppe gehören weltweit 22 Produktionsstandorte sowie zahlreiche Vertriebsniederlassungen in Europa, Asien und Amerika.

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