30.09.2014

www.gupta-verlag.de/polyurethane

Serientaugliche Lösungen für den faserverstärkten Leichtbau

In Zusammenarbeit mit VW und BASF ist es KraussMaffei gelungen, den Einsatz thermoplastischer Matrixsysteme auch auf das RTM-Verfahren zu übertragen. Das sogenannte T-RTM-Verfahren basiert auf einem niedrigviskosen, reaktiven Caprolactam-System, das in ein geschlossenes, mit einem Lagenaufbau aus textilen, endlosfaserverstärkten Halbzeugen belegtes isotherm temperiertes Werkzeug injiziert wird und darin zu einem PA 6 poly­merisiert.Die Polymerisation erfolgt nach Durchtränkung der Fasern in kurzen Aushärtezeiten. Erste Referenzen sind die im FVK-Technikum der VW-Konzernforschung in Wolfsburg im T-RTM-Verfahren hergestellten Prototypen einer B-Säulenverstärkung. Darüber hinaus präsentiert KraussMaffei das Surface-RTM-Verfahren, mit dem sich faserverstärkte Sichtbauteile für den Fahrzeugbau lackierfähig und kostengünstig in der Großserie herstellen lassen.Durch Überfluten der Surface-RTM-Bauteiloberfläche mit einer Polyurethanschicht direkt in der Kavität, entstehen lackierfähige Bauteile, ohne dass weitere Zwischenschritte erforderlich sind. Die Kostenvorteile liegen bei bis zu 60 % pro Bauteil, da eine aufwendige, häufig manuelle Nachbearbeitung entfällt. Der PU-Eintrag erfolgt sowohl für das Trägerbauteil als auch für die Oberfläche über ein auf geringen Spalt geöffnetes Werkzeug (Compression-RTM).Des Weiteren präsentiert KraussMaffei das FiberForm-Verfahren, eine Kombination aus Spritzgießen und Thermoformen mit Organoblechen, das die Herstellung multifunktionaler leichter Strukturbauteile für Großserienanwendungen ermöglicht. Bei dieser Technologie werden mit thermoplastischer Matrix imprägnierte Gewebe oder Gelege aus Endlosfasern aufgeheizt, im Spritzgießwerkzeug umgeformt und anschließend hinterspritzt.

KrausMaffei auf der Composites EuropeHalle 8b, Stand G14

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