Silber als Keimtöter: Früher die Münze, heute das Additiv.
© Wächer aus de.wikipedia.org [dim_it:pic_desc]Durch Beimischung von Additiven schon bei der Herstellung der Kunststoffe nehmen diese selbst antimikrobielle Eigenschaften an. Keimtötende Substanzen werden zu diesem Zweck z. B. in Polyethylen, Polypropylen oder Polyamid eingearbeitet und entfalten dann durch kontinuierliche Freisetzung von Ionen ihre desinfizierende Wirkung. Neben Zinkoxid findet hier vor allem Silber Verwendung, aus dem die Chinesen schon vor Jahrtausenden sterile Akupunkturnadeln fertigten. Neben Silbergeschirr und -gefäßen wurden Silbermünzen bis ins 19. Jahrhundert als Desinfektionsmittel geschätzt, indem man sie in Wasser oder Milch legte. Moderne Verfahren beruhen auf sterilisierenden Silberionen, die aus der Materialmatrix an die Oberfläche diffundieren und dort ihre antimikrobielle Wirkung entfalten: Die Zellmembran wird destabilisiert, gleichzeitig werden Stoffwechsel und Vermehrung gestört, sodass die Mikrobenpopulation zugrunde geht.[/dim_it:pic_desc]