24.02.2010

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Simcon: Bessere Simulationsmöglichkeiten bei Planung von Insert-Werkzeugen

Das neue Softwaremodul Cadmould 3D-F 2K & Insert von Simcon soll Spritzgießer, Formenbauer und Konstrukteure künftig bei der Entwicklung und Produktion von 2-Komponentenbauteilen unterstützen. Es lässt sich laut Anbeiter beim Mehrfarben- und Mehrkomponenten-Spritzgießen sowie bei Bauteilen mit Einlegern anwenden. Das Modul ergänzt die Produkte 3D-F Fill und 3D-F Warpexpert (+Cool).

Mit der Erweiterung lassen sich Starttemperaturprofile beispielsweise bei Dreh- oder Schiebewerkzeugen aus Vorprojekten übernehmen bzw. bei vorgeheizten Einlegern setzen. Der Temperaturaustausch zwischen allen Komponenten wird berücksichtigt. Damit kann zum Beispiel die bessere Füllbarkeit ermittelt werden, die beim Umspritzen von Kunststoffeinlegern durch deren Isolationswirkung auftritt. Auch die erforderliche Gratwanderung zwischen Auswaschung und Anschmelzen der ersten Komponente durch Einspritzen der heißen zweiten Komponente soll sich nun besser vorhersagen lassen.

Bei Schwindungs- und Verzugsberechnungen ermittelt die Software die Auswirkungen der einzelnen Komponenten auf die Form des gesamten Bauteils, da sie die mechanische Kopplung der Komponenten an den Kontaktflächen berücksichtigt. Die gemeinsame Kontaktfläche der Komponenten wird automatisch erkannt. Außerdem werden bei Schwindungs- und Verzugsberechnungen die Faserorientierungen und Temperaturverteilungen der Einzelteile berücksichtigt. Nach dem für März 2010 geplanten Update sollen auch die inneren Spannungen in die Berechnung eingehen.

Basis der Neuentwicklung sind Erkenntnisse aus dem von der Europäischen Kommission im sechsten Rahmenprogramm "Collective Research" geförderten Projekts Pro4Plast.

Weitere Informationen: www.simcon-worldwide.com

VDI-Tagung "Kunststoffe im Automobilbau", 17.-18. März 2010, Mannheim, Stand im "Simulationscafe"