05/05/2011

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Simona: Starkes Umsatzwachstum in 2010

Die SIMONA AG meldet für 2010 eine positiv Entwicklung von Umsatz und Absatz. Nach den drastischsten Einbrüchen in der Unternehmensgeschichte im Geschäftsjahr 2009 haben 2010 alle Vertriebsregionen und Produktgruppen die Umsatzerlöse deutlich steigern können. Das Ergebnis liege auf Planniveau, aufgrund der positiven Umsatzentwicklung allerdings unter den Erwartungen. Der Konzernumsatz sei deutlich auf 267,4 Mio. EUR (2009: 215,1 Mio. EUR) gestiegen. Das Ergebnis vor Steuern betrage 10,5 Mio. EUR (2009: 7,1 Mio. EUR). Für 2011 stehe für das Kunststoff verarbeitende Unternehmen profitables Wachstum an erster Stelle. Ziele sind ein Konzernumsatz von 290 Mio. EUR und ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 15 Mio. EUR.

Getragen wurde die positive Umsatz- und Absatzentwicklung im Geschäftsjahr 2010 nach Unternehmensangaben vor allem von der deutlich gestiegenen Investitionsneigung in den wichtigsten Abnehmerbranchen chemische Industrie und Maschinenbau. Die sehr dynamische Entwicklung in deren wichtigen Exportmärkten in Asien habe "Lokomotivfunktion" für die Investitionsneigung gehabt. "Nach einem schwachen Jahresstart haben wir im März 2010 einen sprunghaften Anstieg der Nachfrage erlebt. Auftragseingang und Umsatz blieben dann im weiteren Jahresverlauf auf hohem Niveau", so Wolfgang Moyses, Vorsitzender des Vorstandes der SIMONA AG. Das Umsatzwachstum auf 267,4 Mio. EUR entspricht einer Steigerung von 24,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Umsatzerlöse in Deutschland seien vor allem aufgrund der positiven Entwicklung der Ausrüstungsinvestitionen um 18,4 Prozent auf 90,6 Mio. EUR (2009: 76,5 Mio. EUR) gestiegen. Die Umsatzerlöse in der Region Europa und Afrika haben sich um 15,0 Prozent auf 132,7 Mio. EUR (2009: 115,4 Mio. EUR) erhöht. Dank einer äußerst positiven Entwicklung in Asien seien die Umsatzerlöse in der Region Asien, Amerika und Australien um 82,9 Prozent auf 44,5 Mio. EUR (2009: 24,3 Mio. EUR) gestiegen. Der Anteil am Gesamtumsatz dieser Region erhöhte sich von 11,2 Prozent auf 16,6 Prozent. "Unser konsequenter Internationalisierungskurs trägt Früchte. Wir wollen in den Emerging Markets in Asien überdurchschnittlich wachsen. Das ist uns 2010 eindrucksvoll gelungen. Mit unserem neuen Werk in China, das im April 2010 eröffnet wurde, haben wir die Weichen für weiteres Wachstum gestellt", so Wolfgang Moyses.

Im Geschäftsfeld Halbzeuge konnten die Umsatzerlöse um 31,6 Prozent auf 196,8 Mio. EUR gesteigert werden. Der Absatz von PE und PP Platten habe dabei überproportionale Zuwächse gezeigt. Eine positive Entwicklung zeigten auch Kunststoffplatten für die Photovoltaikindustrie und der Absatz von Fertigteilen, während sich das Geschäft mit PVC Platten verhaltener entwickelte. Im Geschäftsfeld Rohre und Formteile wurden die Umsatzerlöse um 7,8 Prozent auf 70,6 Mio. EUR gesteigert.

Die Beschaffungskosten für die eingesetzten Rohstoffe haben sich 2010 drastisch erhöht. Der Materialaufwand ist mit 49 Prozent deutlich stärker gestiegen als der Umsatz. Das Ergebnis vor Ertragsteuern konnte im Zuge der konjunkturellen Erholung zwar um 3,4 Mio. EUR auf 10,5 Mio. EUR gesteigert werden und liegt damit auf Planniveau. Aufgrund der positiven Absatz- und Umsatzentwicklung liegt das Ergebnis allerdings unter den Erwartungen.

SIMONA sieht für das Geschäftsjahr 2011 eine weiter stabile Auftragslage. Im ersten Quartal wurden Umsatzerlöse von 76,9 Mio. EUR und ein Ergebnis vor Steuern von 5,4 Mio. EUR erzielt. "Der März 2011 war der umsatzstärkste Monat in der Geschichte von SIMONA. Das Exportgeschäft und der Nachholbedarf bei den Ausrüstungsinvestitionen unserer Kunden in chemischer Industrie und Maschinenbau stimmen uns optimistisch, in 2011 ein Umsatzwachstum auf 290 Mio. EUR im Konzern erzielen zu können. Profitables Wachstum steht dabei an erster Stelle. Wir wollen im Konzern ein Ergebnis vor Steuern von 15 Mio. EUR erreichen", so Moyses.

SIMONA will bis 2014 einen Konzernumsatz von 500 Mio. EUR erzielen und sich als ein weltweit führender Anbieter von thermoplastischen extrudierten Halbzeugen und verwandten Produkten für sicherheitskritische und umweltrelevante Anwendungen entwickeln. "Unsere Produkte leisten schon heute einen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen in Versorgung, Energie- und Umwelttechnik sowie Mobilität. Mit der neuen weltweiten Unternehmensstrategie "sicherheitskritisch und umweltrelevant" fördern wir diese Entwicklung und geben ihr eine klare Richtung" so Moyses.