15.02.2013

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Solvay: Neues Werk zur Herstellung von Kieselsäure in Polen geplant

Solvay hat einen Investitionsplan in Höhe von 75 Millionen Euro für den Bau eines neuen Werks in Wloclawek (Polen) angekündigt, das pro Jahr 85.000 Tonnen leicht dispergierbare Kieselsäure (Highly Dispersible Silica - HDS) produzieren soll. Gleichzeitig soll die Kapazität des Standorts in Qingdao (China) ausgebaut werden. Mit diesen beiden Investitionen will Solvay die Produktion von leicht dispergierbarer Kieselsäure weltweit um 30 Prozent steigern.

Durch seine Lage im Zentrum Polens in der Nähe wichtiger Energieversorger und der neuen Autobahn zwischen Warschau und Danzig soll das neue Werk den Kunden in Osteuropa und Russland logistische Vorteile bieten. Der Standort befindet sich in einer ausgewiesenen Sonderwirtschaftszone (SWZ) und gehört zum Industriestandort von Anwil, einem Tochterunternehmen des polnischen Mineralöl- und Energiekonzerns PKN Orlen. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2014 geplant.

Neben anderen HDS-Produkten wird das neue Werk Zeosil® Premium produzieren, die neue Generation von leicht dispergierbarer Kieselsäure, die von Reifenherstellern zur Fertigung von energieeffizienten Reifen verwendet wird. Premium ist laut Anbieter eine einzigartige, patentierte leicht dispergierbare Kieselsäure, die demzufolge den Kraftstoffverbrauch um bis zu 7 Prozent senkt und gleichzeitig andere Eigenschaften der Reifenleistung verbessert.

Gleichzeitig wird Solvay die Produktionskapazität seines Werks in Qingdao (China) ausbauen, das im Jahr 2010 eröffnet wurde. Die Arbeiten dafür haben den Angaben nach bereits begonnen und sollen bis Ende 2013 fertig gestellt sein. Die zukünftige Kapazität des Standorts wird sich demnach auf 112.000 Tonnen pro Jahr belaufen.

Diesen Investitionen gehen bereits Erweiterungen der Kapazitäten in Frankreich (2012), USA (2011) und das neue Werk in Qingdao in China (2010) voraus. Nach Abschluss dieser Projekte will Solvay pro Jahr rund 500.000 Tonnen leicht dispergierbare Kieselsäure produzieren können und seine Produktionskapazitäten damit im Vergleich zu den Jahren vor 2010 verdoppeln.