Copyright: AquaDom & SEA LIFE Berlin

Sonderausstellung über Plastikmüll im Meer

Die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) und das SEA LIFE Center Berlin haben heute gemeinsam eine Sonderausstellung zur Meeresverschmutzung durch Plastik eröffnet. Bis Weihnachten klären zahlreiche Informationstafeln und Bildschirme die Besucher des Aquariums über die Problematik auf.

Circa 10 Millionen Tonnen Müll gelangen jedes Jahr in die Ozeane. Mehr als die Hälfte davon besteht aus Plastik, meistens handelt es sich dabei um Kunststofftüten. Allein in der EU werden jährlich mehr als 100 Milliarden Plastiktüten verbraucht. In Deutschland sind es jährlich 6,1 Milliarden Stück. Durch den Wind oder über Flüsse gelangen sie ins Meer, wo sie sich langsam in kleine Teile zersetzen. Das zerstört nicht nur Ökosysteme, sondern kostet jährlich über eine Million Meeressäugetiere, Schildkröten und Seevögel das Leben, welche die im Wasser wie Quallen aussehenden Plastiktüten fatalerweise für Nahrung halten.

„Weil viele Tiere winziges Mikroplastik durch die Nahrung und die Kiemen aufnehmen, kann der Kunststoff am Ende auch auf unseren Tellern landen, wenn wir Fisch essen“, sagt DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. „Jeder kann durch sein Alltagsverhalten zur Problemverringerung beitragen. Deshalb ist es uns wichtig, über das SEA LIFE Center möglichst viele Menschen zu erreichen und auf das Thema aufmerksam zu machen.“

SEA LIFE General Manager Maik-Christian Schmidt erklärt: „Wir möchten die Menschen für das Problem sensibilisieren, ihnen erklären wie lange es wirklich dauert bis Plastikmüll in Natur und Gewässern abgebaut wird – nämlich über 500 Jahre – und die Verbraucher bitten, weniger Plastiktüten zu verwenden.“

Die Sonderausstellung ist bis 23.12.2014 im AquaDom & SEA LIFE Center Berlin, Spandauer Straße 3, 10178 Berlin zu sehen.

Foto, Copyright: AquaDom & SEA LIFE Berlin

Quelle:

Deutsche Umwelthilfe