Spektroskopische Methoden in der Pharmaanalytik

20.06.2011

Sowohl die Ausgangsmaterialien als auch die fertigen Produkte müssen in der Pharmaindustrie einer gründlichen Kontrolle unterzogen werden. Vor allem die IR- und die Raman-Spektroskopie sind hier zwei Techniken, die schnell und zuverlässig Ergebnisse liefern.

In der Pharmaindustrie gelten im Vergleich zu anderen Branchen besonders strenge gesetzliche Bestimmungen und Fertigungsprobleme können zu Kosten in Millionenhöhe führen sowie den Ruf von Unternehmen nachhaltig beschädigen. Die Nichteinhaltung dieser hohen Standards für die Qualitätskontrolle und Compliance kann zu kostspieligen Produktrückrufen führen. In den USA musste beispielsweise McNeil, eine Tochtergesellschaft von Johnson & Johnson, aufgrund von Problemen im Werk im vergangenen Jahr über 43 verschiedene Medizinprodukte für Kinder zurückrufen; dabei mussten Rückrufaktionen in 12 Ländern koordiniert werden. Solche kostspieligen Maßnahmen, die in der Öffentlichkeit hohe Wellen schlagen, lassen sich durch effektive Standards für die Qualitätskontrolle sowie Routineanalysen von Wirkstoffen und Endprodukten in vielen Fällen vermeiden.

In Anbetracht des zunehmenden Drucks, die Kosten in jeder Prozessphase reduzieren zu müssen, geht der Trend in der Qualitätskontrolle dazu, mehr Proben in weniger Zeit zu testen. Durch Fortschritte in der transportablen Analysetechnologie können Analysen für die Qualitätskontrolle heute direkt in Lager- und Fertigungsstätten durchgeführt werden. Dies optimiert die Effizienz des Herstellers, indem der Zeitaufwand und die Kosten für die Analyse sich entsprechend reduzieren.



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