28.08.2012

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Stadt Amberg: Modellversuch zur Kunststoffverwertung

Für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Amberg gibt es zukünftig einen neuen Entsorgungsweg für Kunststoffprodukte. Bereits ab Montag, den 27. August 2012, können beispielsweise Wäschekörbe, Kinderspielzeug, Gießkannen, Eimer oder Gartenmöbel an den städtischen Wertstoffhöfen in speziellen Containern kostenlos abgegeben werden. Sie müssen nicht mehr im Rest- bzw. Sperrmüll entsorgt werden. Bei diesem neuen Service, der sicherlich mehr Platz in der Restmülltonne bedeutet, handelt es sich um einen Modellversuch, der zunächst ein halbes Jahr durchgeführt wird.

Hintergrund ist die mit der Novellierung des deutschen Kreislaufwirtschaftsgesetzes einhergehende bundesweite Einführung einer Wertstoffsammlung ab 2015. Sie schreibt eine über Verpackungen hinausgehende getrennte Erfassung anderer Wertstoffe, wie z.B. Kunststoffe, vor. Im Vorfeld möchte die Stadt Amberg daher die Umsetzung dieser gesetzlichen Vorgaben in diesem Modellversuch erproben.

Auf den Wertstoffhöfen in Gailoh und Neumühle stehen zu den Öffnungszeiten Container bereit, die mit sauberen, nicht verschmutzen Kunststoffen (Hartkunststoffe) bis zu einer Kantenlänge von 1 Meter befüllt werden können. Verpackungen aus Kunststoffen, Verbundstoffen und Aluminium dagegen müssen weiterhin über den "Gelben Sack" entsorgt werden. Angenommen werden daher Blumenkästen, Gießkannen, Eimer, Kinderspielzeug, Wannen, Müllgefäße ohne Achse und Räder, Wäschekörbe, Regentonnen, Fässer, größere Pflanzgefäße, Getränkekisten und Gartenmöbel aus Vollkunststoff.

Nicht dazu gehören Eisen, Stoffe und Kunstleder, Holz oder Mineralik, Schmutz, Flüssigkeitsreste (Säuren, Farben, Lösemittel usw.), Papier und Pappe, Gummi, PVC-haltige Kunststoffe (KG-Rohre), technische Kunststoffe aus der Baubranche (Kabelkanäle, Randleisten), Duroplaste (z.B. Pfannengriffe), Lichtplatten, Welldach, Folien oder sonstige Kunststoffverpackungen, Mehrfachverbunde oder Kombination mit den zuvor aufgeführten Störstoffen.