18.05.2010

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Starkes erstes Quartal für Lanxess

Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich volumengetrieben um 53 % auf 1,61 Mrd. EUR. Gestiegene Kosten für Rohstoffe wurden vollständig an die Kunden weiter gegeben. Der Konzerngewinn lag im ersten Quartal bei 104 Mio. EUR, nachdem ein Jahr zuvor noch ein Verlust von 14 Mio. EUR angefallen war. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen, stieg um mehr als das Doppelte auf 14,4 %.
Entwicklung in den Regionen
Asien-Pazifik zeigte im ersten Quartal die stärkste Entwicklung, denn mit 376 Mio. EUR wurde der Umsatz im Jahresvergleich mehr als verdoppelt. Die Region repräsentiert nun 23 % des Konzernumsatzes und ist gemessen daran zweitstärkste Region. Auch in Lateinamerika wurden die Verkaufserlöse mit über 195 Mio. EUR mehr als verdoppelt und stehen nun für 12 % des Konzernumsatzes.
EMEA (Europa, mittlerer Osten, Afrika, ohne Deutschland) bleibt mit 30 % Umsatzanteil die stärkste Region. Dort stieg der Umsatz deutlich um 35 % auf 484 Mio. EUR. Die Verkaufserlöse in Deutschland wuchsen um 26 % auf 308 Mio. EUR. In Nordamerika betrug das Plus 38 % auf 250 Mio. EUR.
Entwicklung in den Segmenten
Der Umsatz im Segment Performance Polymers stieg im ersten Quartal um 85 % auf 828 Mio. EUR. Das Segment profitierte von einer anziehenden Nachfrage in China und Brasilien. Vor allem das Geschäft mit Ersatzreifen sowie der Wiederaufbau der Lagerbestände bei Kunden sorgten für den positiven Trend. Deutlich gestiegene Rohstoffkosten wurden durch Preisanpassungen ausgeglichen. Das EBITDA vor Sondereinflüssen sprang auf 144 Mio. EUR nach 8 Mio. EUR im Vorjahr.
Angesichts der anhaltend starken Nachfrage nach hochwertigem Synthesekautschuk von Lanxess erfolgte die Grundsteinlegung für das neue Butylkautschukwerk in Singapur mit einer Jahreskapazität von 100 kt am 17. Mai 2010. Am 7. Mai gab Lanxess zudem die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit dem taiwanesischen Kautschukhersteller TSRC Corp. und den Neubau eines Nitril-Kautschukwerkes in Nantong, China, bekannt. Das Investitionsvolumen beträgt umgerechnet rd. 36 Mio. EUR.
Im Segment Advanced Intermediates stieg der Umsatz im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 24 % auf 320 Mio. EUR. Positiv wirkten die Übernahme der Geschäfte der indischen Gwalior und die wachsende Nachfrage aus dem Automobilsektor sowie der Farben- und Lackindustrie. Das EBITDA vor Sondereinflüssen fiel im Jahresvergleich um 4 % auf 44 Mio. EUR. Ursächlich dafür war die Nachfrageschwäche für Pharma- und Agrovorprodukte.
Der Umsatz im Segment Performance Chemicals wuchs im Jahresvergleich um 35 % auf 455 Mio. EUR. Alle sieben Business Units des Segments steigerten die Volumina deutlich. Das EBITDA vor Sondereinflüssen verdoppelte sich auf 78 Mio. EUR. Wichtigste Wachstumstreiber waren die Business Units Inorganic Pigments und RheinChemie, die vom Aufschwung in der Bauindustrie und im Automobilsektor profitierten.
Ausblick
Lanxess geht von einer Fortsetzung des positiven Wirtschaftstrends aus. Deshalb erwartet das Unternehmen für 2010 ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 650 und 700 Mio. EUR. Man sieht aber auch Risiken und verweist auf volatile Rohstoffpreise, die finanzielle Instabilität in der Eurozone und das Auslaufen staatlicher Konjunkturpakete.

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