19.09.2014

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Stemke Kunststofftechnik: Neue Produktionsstätte in Mochau eingeweiht

Die Stemke Kunststofftechnik GmbH hat am 03.09.2014 nach 10 Monaten Bauzeit ihre neue Produktionsstätte in Mochau offiziell eingeweiht. Die Gesamtinvestition lag bei 7,85 Mio. Euro, teilt das Unternehmen mit.

Mit dem Neubau der Produktionsstätte in Mochau auf 5.300 qm und dem Umzug ist das Unternehmen den Angaben zufolge den finalen Schritt zur Positionierung als Systemanbieter im Kunststoffspritzguss-Formenbau gegangen. Das Angebotsspektrum umfasst nun die Produktentwicklung und Werkzeugkonstruktion, die Fertigung von Prototypen- und Serienwerkzeugen bis hin zur Herstellung von Kunststoffteilen.

Die Innovationskraft des Unternehmens wird u.a. gekennzeichnet durch die in 2005 selbst entwickelte und patentierte Hot-Spot Miniatur-Kühlung für Spritzgusswerkzeuge mit Kühlbohrungen kleiner 2 mm. Bereits 2 Jahre nach Entwicklung dieser sogenannten "Stemke-Kühlung" zeichnete die "Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland" diese Idee mit dem IQ Innovationspreis Mitteldeutschland aus.

In Kombination mit der konventionellen Kühlung in Spritzguss-Werkzeugen sorgt die "Stemke-Kühlung" laut Anbieter für eine durchgehend homogene Temperaturverteilung im Werkzeug, indem sie die Hot-Spots (punktuell hohe Temperaturen) eliminiert. Mit der Stemke-Kühlung sind demnach bis zu 36 Kühlkreisläufe individuell regelbar. Dadurch lassen sich die Werkzeugtemperaturen über die gesamte Zyklus- und Produktionszeit gezielt einstellen, so dass dem thermischen Verzug im Bauteil entgegengewirkt und qualitativ hochwertigere Bauteile in einem sehr stabilen Prozess gefertigt werden können. Gleichzeitig reduziere diese Technologie die Zykluszeit mit bis zu 30 Prozent beachtlich. Nach einer Machbarkeitsstudie, auch für bereits bestehende Werkzeuge, konstruiert die Stemke Kunststofftechnik GmbH diese Kühlung selbst und baut sie in das Kunden-Werkzeug ein. Am Einsatzort des Werkzeugs wird es gemeinsam mit dem eigens dafür geschulten Kunden-Personal in Betrieb genommen.

Für die Serienspritzerei - das heißt für die Herstellung von Kunststoffteilen in großen Stückzahlen von bis zu 1 Mio. Teilen - wurde mit dem Neubau der Grundstein gelegt. Die nahe Autobahnanbindung an die A 14 schafft eine starke logistische Verbesserung. Die Investitionen in neue Technologien, wie 5-Achs-Fräsmaschinen, führen zu einer starken Effizienzsteigerung.

Die Stemke Kunststofftechnik GmbH beschäftigt zurzeit ca. 75 Mitarbeiter und konnte 2014 vier neue Auszubildende einstellen.

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