28.02.2014

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Styrolution: Rekordergebnis für 2013 im Geschäft mit Styrolkunststoffen

Styrolution, weltweit tätiger Hersteller von Styrolkunststoffen, hat gestern seine Ergebnisse für das vierte Quartal und das am 31. Dezember 2013 zu Ende gegangene Geschäftsjahr veröffentlicht. Wie das Unternehmen berichtet, liegen der Jahresumsatz bei 5,8 Mrd. € und der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (EBITDA) und Sondereffekten bei 442 Mio €. Das EBITDA erreicht einen neuen Höchststand in der Geschichte von Styrolution und seiner Vorgängergesellschaften im Geschäft mit Styrolkunststoffen. Einen maßgeblichen Beitrag zum Abschneiden von Styrolution im Jahr 2013 leisteten demnach das Synergie- und Integrationsprogramm des Unternehmens, die starken Margen im Geschäft mit Styrolmonomer und Polystyrol sowie ein verbessertes Spezialkunststoff-Geschäft.

Bestes Ergebnis in der Geschichte Styrolutions
Seit der Gründung von Styrolution im Jahr 2011 stand die Wirtschaft weltweit im Zeichen anhaltend schwachen Wachstums. Trotz der durch diese Marktlage entstandenen Herausforderungen erzielte Styrolution in 2013 ein Rekordergebnis, das auch über der Bestmarke der Vorgängergesellschaften im Geschäft mit Styrolkunststoffen lag.

Gute Ergebnisse im Geschäft mit Styrolmonomer, Polystyrol und Spezialkunststoffen
Im Geschäftsjahr profitierte Styrolution von höheren Margen im Segment Styrolmonomer, der wichtigsten Komponente bei der Produktion von Styrolpolymeren. Der Margenanstieg beruhte in erster Linie auf einer knapperen Angebots- und Nachfragesituation. Ein wichtiger EBITDA-Beitrag kam infolge der optimierten Kunden- und Produktportfoliostruktur besonders auf dem amerikanischen Kontinent auch von Margenverbesserungen im Polystyrolgeschäft. Hinzu kommen niedrigere Fixkosten und höhere Auslastungen in Europa durch die Schließung des Polystyrolwerks im deutschen Marl im Oktober 2012. Das Geschäft mit Spezialkunststoffen trug weiter zur Gesamtprofitabilität bei. Die hier erzielten soliden Margen und Volumensteigerungen beruhten auf der stärkeren Konzentration auf rentable Marktsegmente und Anwendungen sowie der Optimierung der Produktionsinfrastruktur von Styrolution im Bereich Spezialkunststoffe.

‘Start Now!'-Synergieprogramm sorgt für solide Wachstumsbasis
Die Hebung von Synergien trug wesentlich zu dem guten Geschäftsergebnis von Styrolution im Jahr 2013 bei. Das Synergie- und Integrationsprogramm ‘Start Now!' wurde 2011 aufgelegt, um Potenziale zur Kostenoptimierung zu identifizieren und umzusetzen und dadurch jährliche Synergien in Höhe von € 200 Mio. zu erzielen. Im Zuge des Programms wurden unter anderem das Enterprise Resource Management System von Styrolution harmonisiert und die Kapazität des Produktionsnetzwerks im Unternehmen optimiert. Ende 2013 wurde das Programm deutlich früher als geplant weitgehend abgeschlossen. Dadurch konnte sich Styrolution früher als erwartet auf die "Triple Shift"-Strategie konzentrieren, die das Wachstum durch eine Verlagerung auf Fokusindustrien, Spezialkunststoffe und Standard ABS sowie Schwellenländer fördern soll.

Prognose für 2014 verhalten optimistisch
An den Marktgegebenheiten sollte sich nach Einschätzung von Styrolution in 2014 im Vergleich zu 2013 wenig ändern. Das Unternehmen geht davon aus, dass sich die europäische Wirtschaft moderat erholt und Amerika und Asien in etwa so stark wachsen wie 2013. Insgesamt entwickeln sich die Nachfragevolumina und Margen 2014 voraussichtlich stabil. In Europa, dem mittleren Osten und Afrika (EMEA) rechnet das Unternehmen mit einem Rückgang der Polystyrol-Margen gegenüber dem hohen Vorjahresniveau 2013, während eine leichte Erholung der ABS-Margen in Asien auch zu einem moderaten Anstieg der ABS-Margen in EMEA und Amerika führen sollte. Die im Styrolmonomergeschäft 2013 erzielten Rekordmargen werden 2014 nach Einschätzung des Unternehmens nicht mehr erreicht, dafür verbessert sich infolge des Turnarounds und des technologischen Upgrades des Produktionsstandorts Texas City voraussichtlich die Kostensituation.

Ziel von Styrolution ist eine leichte Steigerung des EBITDA gegenüber 2013, die vor allem durch die wenigen verbleibenden positiven Effekte aus dem Synergieprogramm getragen sein dürfte. Die Erreichung dieses Ziels hänge aber von der weltweiten Konjunktur ab und unterliegt Preisschwankungen bei den wichtigsten Rohstoffen von Styrolution.

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