19.03.2010

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Styron Automotive: Wirtschaftliches ABS/PC für's Automobilinterieur

Styron Automotive stellte auf der VDI-Tagung „Kunststoffe im Automobilbau“ ein optimiertes ABS/PC mit guter Schlagfestigkeit bei niedrigen Temperaturen und ausreichender Wärmeformbeständigkeit bis 100 °C vor. Geeignet sein soll es für viele Interieur-Anwendungen. Das Produkt Pulse GX50 ist eine laut Anbieter neue, wirtschaftlichere Mischung aus Polycarbonat (PC) und Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS). Der Anteil des PC wurde zudem reduziert, was die Bauteile leichter und wirtschaftlicher mache.

Zielanwendungen sind strukturelle Interieurkomponenten in Fahrzeugen, beispielsweise Konsolen, Instrumententafeln oder Handschuhfächer. Das Material ist in schwarz, eingefärbt sowie naturfarben erhältlich und kann selbst eingefärbt werden. Geringer Geruch und niedrige Kohlenstoffemissionen (VOC) werden als weitere Eigenschaften genannt.

Hintergrund: Dow verkauft Styron Division an Bain Capital
Am 2. März 2010 wurde bekannt, dass der Dow Geschäftsbereich Styron für 1,63 Mrd. US-Dollar an ein Unternehmen von Bain Capital verkauft wird. Bis zu 15 Prozent des Aktienkapitals von Styron kann Dow weiterhin halten. Die Vereinbarung schließt verschiedene langfristige Liefer-, Dienstleistungs- und Verkaufsverträge ein. Laut der beiden Unternehmen wird erwartet, dass die Transaktion im August 2010, nach Vorliegen der notwendigen behördlichen Genehmigungen, abgeschlossen werden kann.

Styron will 3,5 Milliarden US-Dollar Umsatz erwirtschaften (basierend auf den Daten von 2009). Betrieben werden laut Unternehmen mehr als 40 Produktionsanlagen weltweit und rund 1.900 Mitarbeiter beschäftigt. Geliefert werden Styrol-Polystyrol (PS), Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS), Styrol-Acrylnitril (SAN) und expandierfähiges Polystyrol (EPS), Emulsion Polymers (Papier- und Fußbodenlatex), Polycarbonat (PC) sowie Compounds und Blends, synthetischer Kautschuk, Performance Polymers und Reinforced Elastomers.

Weitere Informationen: www.dow.com

VDI-Tagung „Kunststoffe im Automobilbau“, 17.-18. März 2010, Mannheim, Stand 51