13.01.2011

KI - Polymerpreis-Reporte

Technische Thermoplaste Dezember 2010

Erste Reaktionen auf kostenbefeuerten Auftriebsdruck / Weitere Ausräumung von Tiefstlagen / Angebot tendiert zunehmend eng / Q1-Start droht mit teils deftigen Anstiegen

An allen Ecken und Enden spürten die westeuropäischen Einkäufer von Technischen Thermoplasten auch im letzten Monat des Jahres 2010 den von der Kostenseite anhaltend befeuerten Preisauftriebsdruck. Überall dort, wo es durch anstehende Verhandlungen möglich war, zogen die Produzenten die Schraube vor allem bei tiefliegenden Direktkäufern stark an. In der Folge schrumpften auch die Distributionsbandbreiten von unten kommend etwas zusammen.


Die Versorgungslage zeigte sich nach den Entspannungssignalen im Herbst von Seiten der Voprrodukte wieder eingeschränkter, insbesondere bei PA (Faserhausse in Asien) und Propylen (Frostschutz). Durch den schwachen Euro und auftreibende Notierungen in Asien blieb die Importtätigkeit bei robuster Nachfrage zu verhalten für eine Entlastung.


Für den Januar ist eine erneute Kostenexplosion in mehr oder minder allen petrochemischen Vorproduktstrecken zu erkennen. Propylen und Benzol machten unter anderem im Zuge der allgemeinen Ölverteuerung dreistellige Sprünge nach oben. Die Anbieter äußern deftige Erhöhungswünsche teils bis zu +400 EUR/t. Bei tendenziell eher engem Angebot wird zumindest ein gewisser Lagerfülleffekt im Januar erwartet. Unter dem Strich muss in vielen Fällen mit substanziellen Preissteigerungen gerechnet werden. Diese Lage wird sich wohl noch mindestens bis zum Ende des Quartals hinziehen.

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