10.02.2014

KI - Polymerpreis-Reporte

Technische Thermoplaste Januar 2014

Markt zeigt weiterhin Schwächetendenz/ Kostensteigerungen können kaum umgesetzt werden / Erneute Anhebung bei Benzol bedrängt Erzeuger / Notierungen sollen steigen

So recht von der Stelle kam der europäische Markt für technische Thermoplaste
im Januar 2014 nicht. Von unten durch Steigerungen vor allem in den
Benzolstrecken bedrängt, konnten die Erzeuger die Kosten kaum weitergeben. Im
Bereich der klassischen Konstruktionswerkstoffe kam es ganz vereinzelt sogar zu
leichten Abschlägen bei PC und PA 6. Die restlichen Notierungen waren wie
festgenagelt. Im commoditynahen Bereich wurden die PP Compounds trotz der
Anhebungen bei Standard-Polypropylen durch die Stabilität der an C3 gebundenen
Mengen eingebremst. Auch den ABS-Anbietern gelangen nur kleinere Teilumsetzungen
der gestiegenen Kosten.


In vielen Bereichen machten sich weiterhin weltweite Überkapazitäten
bemerkbar, die die europäischen Drosselungen angebotsseitig oft konterkarieren.
Die Nachfrage insbesondere aus dem Automotive-Sektor wirkt dabei eigentlich
recht lebhaft. Andere Abnahmemärkte wie E&E und Bau kamen jedoch etwas
langsamer aus den Startlöchern.


Auch im Februar gibt das Benzol noch keine Ruhe. Mit einem abermaligen Plus
von 61 EUR/t zog der zentrale Aromat auf 1.055 EUR/t wieder in ein sehr
hochgelegenes Stockwerk ein. Das Kostenmesser im Rücken brechen die Produzenten
daher in den Februar in der Regel mit dem festen Willen auf, dem schleichenden
Margenverfall ein Ende zu setzen. Im Blick ist dabei oft auch die Vorbereitung
der Verhandlungen für das zweite Quartal. Ob das allerdings angesichts einer
weithin bereits schon wieder erwarteten Entspannung in den Aromatenstrecken
tragfähig sein wird, ist noch nicht ausgemacht.

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