13.06.2012

KI - Polymerpreis-Reporte

Technische Thermoplaste Mai 2012

Benzol-Aufwind zieht PA 6, PBT, POM und PMMA nach oben / Restliche Typen meist stabil / Abrufe flauen weiter ab / Aromatenabkömmlinge auch im Juni unter Auftriebsdruck




Gegenläufig zu den Olefin dominierten Standard-Thermoplasten zeigten sich die Preise der Technischen Thermoplaste in Europa wegen des in Q2 nach oben treibenden Benzols eher im Aufwärtstrend. Vor allem bei PA 6, PBT, POM und PMMA folgten die KI-Bänder mit Aufschlägen zwischen 50 und 80 EUR/t den Forderungen von bis zu 200 EUR/t. Fallweise wurden Tieflagen hier aber auch in vollem Umfang nach oben gezogen. ABS, PC, PA 6.6 und PP-Compounds blieben dagegen mehr oder minder preisstabil.


Auch im Mai stieg der Bedarf nicht über den Vormonatslevel. Für normal spezifizierte Qualitäten zeigten sich kaum Versorgungsengen. Im Gegenteil mussten einzelne ABS-Produzenten kräftig auf die Bremse treten, um Übermengen zu vermeiden. Bei PC und POM trafen zunehmende Anfragen für den Export ein. Besondere Importe waren nicht spürbar.


Angesichts einiger Feier- und Brückentage dampften die Verarbeiter die Abnahmen ein. Zudem schwenkten Etliche wegen zunehmend eingetrübter Konjunktursignale auf Lagerabbau um. Meist hielten die nordwesteuropäischen Premium-Fahrzeugbauer die Abrufe auf robustem Niveau aufrecht. Bei weniger langlebigen Konsumwaren zeigte sich der Leuchtensektor noch am aktivsten. Hingegen liefen Weiße Ware und Hausgeräte eher flau.


Auch im Juni tanzt Benzol aus der Petrochemie-Reihe und legt bei sonst rundum fallenden Notierungen nochmals um 78 EUR/t zu. Das versetzt vor allem PC- und PA 6-Produzenten in Aufruhr. Postwendend trudelten Forderungen bis +250 EUR/t ein. Auch PMMA soll sich im letzten Monat von Q2 um 150 EUR/t verteuern. Die von Butadien und Propylen dominierten PA 6.6 und PP Compounds dagegen erfahren deutliche Kostenentlastungen. Das volatil gewordene Butadien stürzte um satte 400 EUR/t ab, der Propylenkontrakt verließ mit einem Minus von 125 EUR/t ebenfalls sein Frühjahrshoch. Beides wird sich vermutlich bei den Folgeprodukten preisdämpfend auswirken.

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