14.10.2011

KI - Polymerpreis-Reporte

Technische Thermoplaste September 2011

Erste Abschwächungen werden sichtbar / ABS, PC, PA und PP Compounds bröckeln hier und da / Überwiegend aber noch stabil / Entspannung bei Benzol und Butadien

Die europäischen Preise für Technische Thermoplaste blieben im September 2011 zwar immer noch überwiegend auf hohem Niveau stabil. Doch angesichts des nahezu ausgebliebenen Auffülleffekts hinterließ die doch spürbar schwächere Abnahme die eine oder andere Kratzspur an den Notierungen. ABS musste im Wettbewerb mit Importen sogar mit bis zu 70 EUR/t Federn lassen. Mit kleineren Abwärtsjustierungen von bis zu 40 EUR/t wurden nach der lang anhaltenden Aufschlagsphase die Niveaus bei PC Glasklar, PA 6 GF und PA 6 natur angeglichen. Dem Druck der Monomer gebundenen Formelverträge folgend gingen auch die Notierungen der PP-Compounds um bis zu 30 EUR/t zurück. Trotz der Verbilligungen von 67 EUR/t beim zentralen Aromaten Benzol blieb aber der größte Teil der Notierungen bei den Konstruktionswerkstoffen unverändert zu August.


Der mittlerweile gemäßigte Bedarf verschaffte den Produzenten Raum, um die Bestände wieder in Ordnung zu bringen. Dadurch normalisierten sich die Lieferzeiten zumindest bei den Standardqualitäten meist wieder. Unverändert lange muss aber auf besonders ausgerüstetes Material gewartet werden.


Fast durch die Bank zeigten sich die Produzenten von der Nachfrage enttäuscht. Anstelle der nach der Urlaubszeit sonst üblichen Lagerauffüllungen bauten die Verarbeiter zunächst die in der Frühjahrslieferenge aufgebauten Bestände ab. Nur Automotive fiel als anhaltend dynamischer Abruftreiber etwas aus dem Rahmen. Zum Q4-Auftakt wagten sich die Produzenten noch nicht mit neuen Forderungen aus der Deckung, bekräftigten lediglich in Q3 da und dort noch zu Wasser gelassene Vorstöße für PA, PBT und POM. Wohl wissend, dass mit dem erneut deutlichen Rückgang im Benzolkontrakt (-15 Prozent) und einem ebenso deutlichen Abschwung bei Butadien (-13 Prozent) der Kostenunterbau ins Wanken gerät, pochen die Anbieter im Minimum auch in Q4 auf Fortschreibung der Notierungen.

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