30.06.2010

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Ter Hell: Compound-Produktion in Changshu angelaufen

Die Ter Hell Plastic GmbH (THPL) hat im Juni die Herstellung von Compound-Spezialitäten für den chinesischen Markt aufgenommen. Mit Abschluss der Einfahr- und Probephase der ersten beiden Compoundierlinien liegt die TEREZ®-Fertigung voll im angekündigten Zeitplan. Bis zum 4. Quartal werde die Compoundierung am Standort Changshu ihre Kapazität von 4.000 jato erreichen, teilt das Unternehmen mit. Um dem stark wachsenden Markt dauerhaft gerecht zu werden, lässt sich die komplett neu errichtete Produktion zukünftig sukzessive ausbauen.

Die Aktivitäten zum Aufbau der Compoundierung in China liefen trotz der weltweit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf Hochtouren. So hat das Joint Venture Ter Engineering Plastic (Changshu) Ltd. drei neue Extruder inklusive Zusatzaggregate aus Deutschland installiert. "Mit der bewährten Technologie des deutschen Kunststoffmaschinen-Herstellers KrausMaffei Berstorff lassen sich die hohen Qualitätsanforderungen zur Herstellung von TEREZ®-Produkten auch Made in China zuverlässig erfüllen", begründet THPL-Geschäftsführer Dr. Wolf J. Köhler diesen Schritt. Das Gemeinschaftsunternehmen arbeitet als Profit-Center für die NCM Polymer Co. Ltd., dem führenden Distributeur für technische Kunststoffe in China, und die 100-prozentige Ter Hell Plastic-Tochter Ter Engineering Plastic Trading (Suzhou) Company Ltd.

Die von Ter Engineering Plastic (Changshu) Ltd. angebotenen Compound-Spezialitäten sind für den chinesischen Markt bestimmt. Um in China mit technischen Werkstoffen Fuß zu fassen, ist nach Angaben von Ter Hell eine Verkaufsorganisation erforderlich, die den Markt und die Kunden bestens kennt. Von daher lag es für Ter Hell Plastic auf der Hand, ein Joint Venture mit einem etablierten Marktkenner einzugehen. THPL liefert das technische Know-how und ist für die Produktion verantwortlich, wohingegen das wie die Ter Group ebenfalls privat geführte Partnerunternehmen für den Vertrieb an chinesische Kunden verantwortlich zeichnet. Ter Hell Plastic erwartet von dieser strategischen Partnerschaft trotz anspruchsvoller Marktkonditionen eine rasche Marktdurchdringung.

Das Unternehmen sieht gerade in China einen stetig wachsenden Bedarf an technisch anspruchsvollen Kunststoffen. Im Vorfeld der Entscheidung von Ter Hell Plastic, nach China zu expandieren, war dies ein gewichtiges Argument. Dr. Köhler: "Den entscheidenden Anstoß für diesen Schritt gaben letztlich Verarbeiter, die ihre Produktion näher an die asiatischen Märkte gelegt haben. Von ihnen kam die Anforderung, dass sie auch dort über vergleichbare Qualitäten wie in Europa verfügen müssen." Und ein Transport von Deutschland nach China sei, nach Dr. Köhlers Worten, zu langsam und zu teuer, was den Entschluss, in China eine eigene Produktion aufzubauen, weiter verfestigte. Auch die Überlegung, dass der Bedarf an hochwertigen Compounds vor Ort auch noch bei vielen rein chinesischen Kunden gegeben ist, spielte eine gewichtige Rolle. Hier gelte es, die sich bietenden Chancen zu nutzen. "Mit seinen Compounds made in China begibt sich Ter Hell Plastic bewusst nicht in Konkurrenz zu den großen Kunststoff-Herstellern, die inzwischen in China ebenfalls ansässig sind, sondern fokussiert sich auf spezialisierte Produkte in Nischenmärkten", so Dr. Köhler ergänzend.

Weitere Informationen: www.tergroup.com