15.02.2016

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Toolcraft: Fertigungsspezialist von Präzisionsteilen auf Expansionskurs

Wie Toolcraft aus Georgensgmünd im mittelfränkischen Landkreis Roth mitteilt, fertigt das Unternehmen seit nunmehr 27 Jahren Präzisionsbauteile aus Metall und Kunststoff. Dabei hat das Unternehmen im Laufe der Zeit immer wieder in die Erweiterung der Produktionstechniken sowie in den Maschinenpark investiert. Seit dem Umzug im Jahr 2000 sind zwei weitere Hallen entstanden, die dritte befindet sich bereits in der Planungsphase. Nun sicherte sich das Unternehmen zusätzliche Grundstücksflächen für den zukünftigen Ausbau der Produktionsstätten.

Der Umzug in die Handelsstraße erwies sich als zukunftsweisend. Seit 2000 ist die Produktionsfläche von anfänglichen 2.000 qm auf über 10.500 qm angewachsen. Zur Kapazitätserweiterung trug auch die Übernahme der Firma "Spalter Feinwerktechnik" (ehemals Trix) im Jahre 2005 bei. Heute befindet sich an diesem Standort unter anderem der automatisierte Werkzeug- und Formenbau. Die Kunststoff-Spritzgussabteilung ist 2012 nach Georgensgmünd umgezogen, um weiteres Wachstumspotential nutzen zu können. Der Bau der dritten Halle erweitert die Produktionskapazität in Georgensgmünd nun um 2.400 qm. Geplant sind darin die Entstehung eines Metall-Laserschmelzzentrums sowie Büroräume und eine Kantine. Mit dem Erwerb großer Grundstücksflächen kommen erneut 27.000 qm hinzu. Und eine stetig steigende Nachfrage macht den weiteren Ausbau notwendig.

Toolcraft exportiert beinahe ein Drittel seiner Produkte ins Ausland, u.a. in die Schweiz, UK, USA, Singapur und Südafrika. Um auf dem asiatischen Markt präsent zu sein, gründete das Unternehmen Ende 2015 einen Standort in Singapur. Dort sollen in Zukunft Kunststoffteile produziert, Oberflächen beschichtet sowie komplette Baugruppen montiert werden. Die Teile werden speziell für den Bedarf im asiatischen Raum hergestellt.

Erweiterung des Maschinenparks
Die Bereitschaft zu Investitionen zeigte sich bereits 2011 in der Erweiterung des Produktportfolios um lasergeschmolzene Präzisionsbauteile. Seither wurde der Maschinenpark stetig ausgebaut. Zuletzt im Jahre 2015 mit der fünften Metall-Laserschmelzanlage. Die Neuartigkeit der M2 Multilaser verbirgt sich im Lasersystem. Statt wie bisher ein kommen gleich zwei 400 W Laser zum Einsatz. Dadurch steigert sich der Output gegenüber bisherigen Modellen deutlich. Und die Qualität der Ergebnisse überzeugt - sie genügt selbst den hohen Anforderungen der Luft- und Raumfahrt. Zudem unterzeichnete das Unternehmen einen Kooperationsvertrag mit Premium Aerotec, einem führenden Partner für die Anwendung dieser Technologie im Flugzeugbau. Im Mittelpunkt der erweiterten Zusammenarbeit stehen die zügige Industrialisierung des Laserschmelzens für Luftfahrtanwendungen und die Qualifizierung von Toolcraft für das Liefern von lasergeschmolzenen Teilen an Premium Aerotec.

Weitere Investitionen
Ab diesem Jahr werden kleinste Kunststoffteile umweltschonend mit einer elektrischen Spritzgussmaschine produziert. Diese zeichnet sich im Vergleich zu herkömmlichen Maschinen durch einen 50-70 Prozent geringeren Energieverbrauch aus. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Dreh- und Frästeilen investierte das Unternehmen nicht nur in ein zweites Dreh-Fräszentrum, sondern auch in eine besondere Automationslösung. Anders als bei einer herkömmlichen Automation fährt ein Roboter auf einem Portal über den Maschinen. So belädt er diese von oben über eine Ladeluke. Der Aufbau ist nicht nur platzsparend, sondern ermöglicht eine flexible Bearbeitung.

Robotik als eigenständiger Bereich
Aus dem Bereich des Engineering heraus etablierte sich im vergangen Jahr die Robotik als eigenständiger Bereich. Toolcraft fertigt universell einsetzbare Roboterlösungen - von der Konstruktion über den Bau der Anlagen bis hin zur Software. Hierfür ist die langjährige Zusammenarbeit mit dem Softwareunternehmen Unicam von großem Wert. Für ein bedeutendes Kundenprojekt investierte das Unternehmen in eine Roboterstraße sowie in fünf weitere Fräsmaschinen.

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