14.02.2014

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USA: Plastipak übernimmt US-Geschäft von PET-Flaschenhersteller Constar

Die in Ann Arbor bei Detroit ansässige Plastipak übernimmt das US-Geschäft des insolventen PET-Flaschenherstellers Constar.

Laut Pressemitteilung erhielt Plastipak als Bestbieter auf einer entsprechenden Auktion den Zuschlag. Medienberichten zufolge war das Unternehmen mit einer Offerte über 102,5 Mio. USD erfolgreich. Plastipak konnte sich damit letztendlich gegen die US-Tochter des australischen Verpackungskonzern Amcor durchsetzen, die bereits im Dezember eine Offerte über kolportierte 68,5 Mio. USD für die Constar-Aktiva unterbreitet hatte. Interesse hatte zudem CKS Packaging mit Sitz in Atlanta bekundet.

Plastipak übernimmt den Medienbeichten zufolge von Constar sechs Produktionsstandorte in den USA, die zusammen einen Jahresumsatz von rund 190 Mio. USD erwirtschaften. Die Produktpalette umfasst vor allem PET-Flaschen und -Behälter für Getränke und andere Lebensmittel.

Plastipak-CCO Frank Pollock erklärte in der Aussendung seines Unternehmens: "Wir haben die Standorte, die Ausrüstungen und das geistige Eigentum genau analysiert und die Stärken der Aktivitäten von Constar bewertet. Im Ergebnis sind wir davon überzeugt, dass diese Übernahme Plastipak einen besseren Service für bestehende und künftige Kunden ermöglichen wird."

Plastipak gehört laut eigenen Angaben zu den weltweit führenden Herstellern von stabilen Kunststoffverpackungen für die Lebensmittel-, Getränke- und Verbrauchsgüterindustrie. Der Konzern beschäftigt mehr als 4.000 Mitarbeiter an 27 Standorten in den USA, Südamerika und Europa. Der Jahresumsatz liegt bei rund 2,4 Mrd. USD.

Constar mit Sitz in Trevose, Pennsylvania, gehörte ehemals zu den weltweit führenden Branchenunternehmen und musste sich bereits 2008 und 2012 Restrukturierungen nach dem US-Insolvenzgesetz unterziehen. Als Hauptgrund für die Insolvenz gilt neben der allgemeinen Wirtschaftskrise vor allem der Verlust des früheren Hauptkunden PepsiCo. Für die verbliebenen Constar-Aktiva in Großbritannien und den Niederlanden soll laut Medienberichten die Investmentgesellschaft Greybull Capital Interesse bekunden.

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