23.11.2015

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Ultrapolymers: Neue, leichtfließende PA66-GF-Spritzgießtypen von Ascend mit reduzierter Belagbildung - Optimiert für E&E-Anwendungen

"Vydyne" R515J und R535J von Ascend Performance Materials sind neue, mit 15 bzw. 35 Gew.-% Glasfasern verstärkte PA66-Typen im Portfolio von Ultrapolymers Deutschland, die leicht fließen und Ablagerungen im Werkzeug sowie Korrosion an metallischen Werkstoffen, insbesondere in feuchter Umgebung, minimieren. Damit eignen sich beide Typen laut Anbieter für das kosteneffiziente Spritzgießen von Teilen mit komplexen Geometrien und geringen Wanddicken und speziell für den Einsatz in der Elektro- und Elektronikindustrie, beispielsweise für Steckverbinder und elektronische Regeleinheiten mit umspritzten Kontaktstiften in Kraftfahrzeugen.

Als Schlüssel zu diesen gegenüber herkömmlichen PA66-Typen signifikanten Fortschritten nennt Ultrapolymers die Verwendung eines kupferfreien Hitzestabilisators und die besonders hohe Reinheit dieser Werkstoffe. Der neuartige Stabilisator bewirkt demzufolge die besseren dielektrischen Eigenschaften, die geringere Leitfähigkeit sowie die höhere Durchschlagfestigkeit ohne dabei das Alterungsverhalten und die mechanischen Eigenschaften negativ zu beeinflussen. Die hohe Reinheit minimiere sowohl die korrosive Wirkung auf Steckkontakte als auch schädliche Wechselwirkungen mit aggressiven Kfz-Getriebeölen.

Beide Typen sind jeweils naturfarben und in Schwarz verfügbar. Dank der erhöhten Reinheit haben die naturfarbenen Ausführungen den Angaben nach auch eine hellere Eigenfarbe als entsprechende Standardtypen, so dass das Einfärben um bis zu 25 % weniger Masterbatch erfordern soll. Bauteile aus den schwarzen Typen sind lasermarkierbar.

Effiziente Lösung für ein teures Problem
Belagbildung (Plate-out) in Spritzgießwerkzeugen ist ein ebenso alltägliches wie kostentreibendes Problem in der Produktion. Bei den für PA66 typischen Verarbeitungstemperaturen von ca. 280°C bis 320°C entweichen kontinuierlich flüchtige Bestandteile aus der Schmelze. Diese kondensieren dann auf der vergleichsweise kalten Werkzeugoberfläche und bauen dabei Ablagerungen auf, so dass die Entlüftungen mit der Zeit verstopfen. Damit die im Werkzeug eingeschlossene Luft entweichen kann und um Brenner zu vermeiden, muss in der Folge die Zykluszeit verlängert werden, bzw. das Werkzeug muss zur Reinigung ausgebaut werden. Das neue, von Ascend Performance Materials entwickelte und jetzt bei den Vydyne J-Typen eingesetzte Verfahren soll diese flüchtigen Verunreinigungen besonders effizient entfernen und so deren produktivitätshemmende Folgen minimieren.

Beim Hersteller am Beispiel eines Steckverbinders mit Vydyne R535J und einem herkömmlichen PA66-GF35 durchgeführte Vergleichsuntersuchungen zeigten nach Anbieterangaben eine deutliche Steigerung der Werkzeugstandzeit. Während sich demnach die Zykluszeiten bei Einsatz des PA66-Standardtyps schon nach kurzer Zeit verlängerten, sollen mit demselben Werkzeug bei der Verarbeitung von Vydyne R535J rund 25.000 Schuss mehr erreicht worden sein, ehe es zum Reinigen ausgebaut werden musste.

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