06.05.2011

Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

Umweltschonendere Batterie stärkt "grüne" Elektromobilität

Projekt zur Erforschung nachhaltiger Energiespeichersysteme startet am Batterieforschungszentrum MEET
der Universität Münster



Am Batterieforschungszentrum MEET der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster ist heute (15. April) der Startschuss für das internationale Forschungsprojekt "LABOHR" gefallen. Im Fokus steht die Entwicklung neuartiger Energiespeicher auf Basis der Lithium-Luft-Technologie. Ziel ist es, das System für automobile Anwendungen praxistauglich zu machen, erklärte Prof. Dr. Stefano Passerini vom MEET bei der Auftaktveranstaltung. Gleichzeitig soll die Umweltverträglichkeit der Lithium-Luft-Batterie gestärkt und somit zu einer nachhaltigen Elektromobilität beigetragen werden. Die Europäische Union fördert das Vorhaben mit rund drei Millionen Euro, wovon mehr als 560.000 Euro auf die WWU entfallen.
Der Vorteil der Lithium-Luft-Batterie gegenüber der Lithium-Ionen-Batterie ist, dass sie bei geringerer Größe mehr Energie speichern kann. Doch bislang stand dem Einsatz der Technologie vor allem eines im Weg: Die Lithium-Luft-Batterie konnte nicht wieder aufgeladen werden. Das Problem gilt es nun, im Rahmen des LABOHR-Projekts zu überwinden. Darüber hinaus sollen die Energieinhalte der Batterie weiter erhöht und somit eine größere Reichweite von Elektroautos möglich gemacht werden.

Aber auch die Umweltverträglichkeit des Systems spielt in dem Projekt eine entscheidende Rolle, betonte Projektkoordinator Passerini. Denn nachhaltige Energiespeichersysteme sind die Basis einer "grünen" Elektromobilität. So ist beispielsweise die Recyclingfähigkeit der Lithium-Luft-Batterie ein wichtiges Kriterium. Außerdem sollen weniger giftige Zellkomponenten verwendet und durch den Einsatz von nicht entflammbaren Elektrolyten die Sicherheit verbessert werden.

An LABOHR ("Lithium-Air Batteries with split Oxygen Harvesting and Redox processes") ist eine internationale Gruppe aus Forschungseinrichtungen, Universitäten und Unternehmen beteiligt – neben der WWU Münster Universitäten aus Tel Aviv in Israel (TAU), Kiew in der Ukraine (KNUTD), Bologna in Italien (UNIBO), Southampton in England (SOTON), die Unternehmen VW, Chemetall, AVL List GmbH und SAES Getters, der Consejo Superior de Investigaciones Cientificas (CSIC) sowie die European Research Services GmbH.

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