05.10.2010

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Unisensor: PET-Recycling mit Hochgeschwindigkeits-Laserspektroskopie

Das zur K 2010 präsentierte Kunststoff-Sortiersystem Powersort 200 der UNISensor Sensorsysteme GmbH realisert das sortenreine Recycling von Kunststoffen mittels Hochgeschwindigkeits-Laserspektroskopie, ein anspruchsvolles aber auch hocheffizientes und genaues Detektionsverfahren. Das Material in einem Kunststoff-Flake- oder Granulatstrom wird anhand seines spezifischen optoelektronischen Spektrums identifiziert und in nur einem Verfahrensschritt werden Fremd- und Störstoffen ausgesondert, erläutert das Unternehmen den Hintergrund des Verfahrens.

Kunststoffteilchen zur Fluoreszenz anregen
Will man Kunststoffe - beispielsweise aus PET-Flaschen - wiederverwenden, ist sortenreines Recycling gefragt. Denn Kunststoffgranulate oder -flakes enthalten nicht nur reines PET, sondern meist auch etliche Fremd- und Störstoffe. Ein hochwertiges Recyclat sollte jedoch weitgehend frei von solchen Fremd- und Störstoffen sein. Das Kunststoff-Sortiersystem Powersort 200 regt jedes einzelne Kunststoffteilchen mit starkem Laserlicht zur Fluoreszenz an und analysiert das Lichtspektrum des emittierten Lichts. Da unterschiedliche Materialien auch unterschiedliche Lichtspektren haben, sortiert das System Teile, die ein anderes Lichtspektrum als das Gutmaterial aufweisen, aus. Mit dieser Positivdetektion sei es möglich, eine große Bandbreite von Verunreinigungen zu identifizieren und vom Gutstrom zu trennen, auch neue Materialien wie PLA und insbesondere Problemstoffe wie PVC und Multilayer sollen damit sicher zu selektieren sein. Dabei könne das System bis zu einer Millionen Spektren pro Sekunde auswerten und soll selbst winzige Teile genau erkennen. So erreiche Powersort eine Sortierkapazität von 2,4 bis 3 Tonnen pro Stunde, abhängig von der Stoffdichte. Das auf diese Weise entstandene Recyclat besticht mit hoher Qualität und eigne sich für die 100%ige Wiederverwertung, sogar im Lebensmittelbereich, heißt es weiter. Das Kunststoff-Sortiersystem könne prinzipiell alle Stoffströme detektieren und trennen, deren Moleküle zu Fluoreszenz angeregt werden können oder Raman-aktiv sind.

Nominiert für den Deutschen Zukunftspreis 2010
Die Entwickler dieses Systems sind für den Deutschen Zukunftspreis 2010, den Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation, nominiert. Mit dem Deutschen Zukunftspreis würdigt der Bundespräsident Forscher und Entwickler, die ausgehend von exzellenter Forschung überzeugende Projekte und Produkte auf den Weg in den Markt bringen. Die Auszeichnung gehört zu den bedeutendsten Wissenschaftspreisen in Deutschland.

Weitere Informationen: www.unisensor.de, www.deutscher-zukunftspreis.de

K 2010, 27.10.-3.11.2010, Düsseldorf, Halle 11, Stand E67