Thema des Monats August 2012

 
 

Urlaubsfreude dank maßgeschneiderter Kunststoffe

Während es manchen genügt, ihren Urlaub im eigenen Garten oder auf „Balkonien“ zu verbringen, zieht es andere in die Ferne. Viele suchen Erholung an der See oder in den Bergen, die wohl zwei wichtigsten Urlaubsziele überhaupt. Ob Nordseestrand oder Südseeflair, ob Alpenglühen oder Andenfieber – wer sich auf die Reise begibt, hat hinterher nicht nur viel zu erzählen, sondern meist auch jede Menge Kunststoffe im Gepäck. Denn ohne maßgeschneiderte Polymermaterialien und Synthesefasern wäre die Urlaubsfreude wohl nur halb so groß.

Globetrotter haben meist viel zu erzählen: von fernen Ländern und fremden Gestaden, von Erlebnissen in, auf oder unter Wasser, von Abenteuern in tropischen Gefilden, von flirrender Hitze in Wüsteneien oder erfrischen Bädern in klaren Bergseen, von beschwerlichen Aufstiegen in eisige Höhen und dem atemberaubenden Blick in die Welt vom Gipfelkreuz aus. Topp, die Wette gilt: Im Kontext der unzähligen daheim erstatteten Urlaubsberichte kommt selten bis gar nicht das Wort „Kunststoff“ vor, obgleich die Urlaubsfreude wohl nur halb so groß wäre und manches ferne Urlaubsziel sich nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen erreichen ließe ohne Zuhilfenahme polymerer Materialien und synthetischer Fasern.

Sonne, Sand und Meer
Der Himmel ist blau und wolkenlos, die mediterrane Luft über Land 31 Grad warm und ziemlich feucht. Das 25 Grad warme Mittelmeer bietet unter den hochsommerlichen Bedingungen eine willkommene Abkühlung. Doch nur um Abkühlung zu finden, fahren Urlauber nicht an den Badestrand. Kühles Nass bietet auch die Dusche daheim. Badeurlaubern geht es vor allem um Freude, die ein Tag an der Küste alles in allem verheißt und die sich vermittels einiger Kunststoffe durchaus ins Erquickliche steigern lässt. Machen wir in Gedanken einen Ausflug ans Mittelmeer. Stellen Sie sich vor: Sie befinden sich an einem gut besuchten Strand, einer kleinen Bucht , links und rechts überragt von grün bewachsenen, felsigen Anhöhen, aus denen hier und da ein Bungalow hervor lugt. Das Meer zeigt keine Regung, ungemütlich zu werden, im Gegenteil …

Der Blick schweift über die Badegäste am Strand und bleibt hängen an – nennen wir sie einmal: Musterstrandurlaubern, hier: einer kleinen Familie, Mutter, Vater (beide klassische Textilbader), mit zwei Kindern (Junge und Mädchen) im Teenageralter. Bepackt mit einigen Strandutensilien bahnen sie sich ihren Weg gen Wasserfront entlang bunt beschirmter, mit Badetüchern, Bastmatten und Decken hergerichteter Liegeinseln im heißen Sandmeer.

Die Dame trägt ein in dezenten Rottönen gehaltenes, aus 100 Prozent Viskosefasern hergestelltes knöchellanges Kleid, das sich in seiner ebenso schulterfreien wie taillenlosen Luftigkeit just in dem Moment eng an die Rundungen ihres Körpers schmiegt, als eine frische Brise vom Meer her einsetzt und die Hitze am Strand für einen Augenblick vergessen macht. Ihr lockiges brünettes Haar hat sie mit einem farblich passenden Tuch am Hinterkopf zu einem Pferdeschwanz gebunden. Durch eine Sonnenbrille, zwei übergroße braune Gläser aus Polyacryl, blickt sie versonnen zum Horizont, der sich in der Ferne als klare Grenzscheide von tiefblauer Wasser- und zartblauer Himmelslinie abzeichnet.

In ihrer Bewunderung für die Weite des Meeres übersieht die Gute das unmittelbar vor ihr Liegende: die Sandburg eines etwa vierjährigen Nackedeis. Mit ihrem linken Fuß zertrümmert sie einen Eckturm, dessen Spitze bis dahin eine aus Eisverpackung und Plastiktrinkhalm gezimmerte Fahne krönte. Infolge der Karambolage verliert sie einen Schlappen, das linke Pendant eines in schwarz gehaltenen und mit Perlen auf dem Zehensteg verzierten Flipflops aus Polyvinylchlorid. Da sie sich beugt, um ihre Sandale zu greifen und zwischen dickem und Zeigezeh wieder in Position zu bringen, verrutscht ihr das Kleid, sodass der im Sande hockende Vater des Vierjährigen kurz von seiner Rolle als Kindströster abgelenkt wird und des unter dem Kleid verborgenen Bikinioberteils ansichtig wird: einer für die üppigen physischen Verhältnisse doch sehr knappen, knallroten Textilmischung aus Baumwolle und Elastan.

Der Partner der Dame trägt eine Sonnenbrille im Pilotenlook, schwarze Flipflops und knielange türkisfarbene Badeshorts im Karodesign mit Netzinnenhose aus 100 Prozent Polyester; der bare Oberkörper ist voluminös und im Brustbereich stark behaart. Sohnemann zur Rechten trägt um die Hüften vatergleiche Bardeshorts, jedoch in kleinerer Konfektionsgröße und tiefergelegt, sprich: mehr so in den Kniekehlen. Oberhalb des Bundes lugt – Tribut an den derzeitigen Modetrend – der Gummibund einer blauen Unterhose hervor. Seine mit großen Schritten voraneilende, vier Jahre ältere Schwester setzt klare Akzente in Richtung Naturverbundenheit und Fitness: Sie läuft barfuß durch den heißen Sand, blinzelt unbebrillt in die Sonne und trägt einen figurbetonten, hochgeschlossenen, sportlichen Badeanzug mit Reißverschluss auf der Rückseite, gewebt aus 80 Prozent Polyamid und 20 Prozent Elastan.

Am Liegeplatz angelangt bettet die Familie sich mit türkisfarbenen Badetüchern aus synthetischen Mikro- beziehungsweise Chemiefasern auf den Sandboden, die feiner sind als die feinste Naturfaser, namentlich Spinnenseide. Zum Vergleich: Ein Gramm Spinnenseide erreicht eine Länge von 10.000 Metern. Die gleiche Länge erreichen bereits 0,5 Gramm Mikrofasern.

Mit Kraft und Spucke schraubt das männliche Familienoberhaupt das Unterteil eines Sonnenschirms in den Sand und pflanzt darauf einen knallgelben Schirm. Bei dessen Einkauf hatte Vater Wert auf Design und Qualität gelegt, um den Schirm auch bei starkem Wind im sandigen Boden fest verankert zu wissen. Die Entscheidung bestimmte aber nicht allein das vorhandene Schraubgewinde, den Ausschlag gab das spinndüsengefärbte Acrylgewebe, das selbst bei intensiver Sonnenbestrahlung seine Eigenschaften bezüglich Diffusion und Luftzirkulation behält und auch seine Farbe nicht einbüßt.

Die Sonne hat den Zenit überschritten und brennt vom Himmel hernieder. Vater und Mutter schwitzen, die Kinder auch. Aus der über die Schulter mitgeführten, praktisch zusammenlegbaren, aus Nylon gefertigten und mit rückwärtiger Beschichtung aus Polyvinylchlorid versehenen Kühltasche zaubert der Vater wie aus dem Nichts vier 0,5-Liter-Polyethylen-Flaschen mit Sprudelwasser hervor und reicht sie der Gattin und dem dürstenden Nachwuchs, bevor er sich selbst einen großen Schluck aus der Pulle gönnt.

Mutter lehnt dankend ab und schnappt sich, kaum entkleidet, die einzige Luftmatratze, poppig gelb, ultraleicht und aus rutschfestem Non-Slip-Polyester. Mit einem kleinen spitzen Schrei wirft sie sich gleich darauf in die Fluten.

Die Tochter greift sich ihre rote Schwimmhaube aus antiallergischem Silikon, versehen mit speziellen Ausbuchtungen für die Ohren und inwendigen Vertiefungen, um Haareziepen zu vermeiden. Mit geschickten Fingern zieht sie die Haube über ihren – ganz die Mutter! – Wuschelkopf. Die Nase mit einer Nasenklammer geschützt, die Augen mit einer Profichlorschwimmbrille bewehrt – Antibeschlag, 100-prozentiger UV-Schutz, Lamellenabdichtung und breites, elastisches Silkon-Kopfband – setzt der kecke Teenager, nach Akklimatisierung an das kühle Salzwasser, zu einer ebenso anmutigen wie stilistisch einwandfreien Crawl-Einheit an.

Ihr Bruder hat am Rande der Bucht mehrere Buddy-Teams Sporttaucher erblickt, von Kindern umringt im Wasser stehend und sich gegenseitig Stabilität gewährend, was für die Balance beim Anziehen der Flossen aus Technopolymer und thermoplastischem Gummi sehr nützlich ist. Die Taucher schwitzen unter der Sonne, schmoren schon im eigenen Saft; dicke Schweißperlen kullern über die vor Anstrengung erröteten Gesichter. Die Männer tragen mehrere Millimeter dicke Anzüge aus wasserdichtem Chloropren (Neopren), dazu Kopfhaube und Füßlinge aus dem gleichen Material, dem Zwecke dienlich, auch in größerer Wassertiefe nicht zu frieren. Der Junge beobachtet mit Interesse, dass die angelegten Tarierwesten aus Nylon nicht alleine Halt für die Pressluftflaschen bieten, sondern ebenso die Möglichkeit, durch das Ein- und Auslassen von Luft unter Wasser ab- beziehungsweise aufzusteigen und das Tauchniveau zu halten. Über Gummischläuche und Gummidichtungen wird die Versorgung des Tauchers mit Luft sichergestellt. Damit der Blick unter Wasser nicht getrübt wird, tragen beide Taucher Masken aus bruchsicherem Sicherheitsglas, hypoallergenem, ultraflexiblem Silikon und einem Rahmen aus Technopolymer. Achtung, jetzt geht es ans Abtauchen. Um das Spektakel besser beäugen zu können, verlässt der Junge sein badehandtuchgroßes Areal und nähert sich den Tauchern.

Der Vater sieht sich, die Beine der Länge nach ausgestreckt, die Ellebogen aufgestützt und zufrieden in die Gegend lächelnd, von allen verlassen. Er atmet tief durch und genießt sichtbar die vorübergehende Abwesenheit seiner Familienmitglieder und die undefinierbare Geräuschkulisse des Strandes. Seinen Augen gewährt er hingegen keine Ruhe, lässt stattdessen seinen Blick unstet mal hierhin, mal dorthin schweifen. Er sieht Kinder mit einem Wasserball aus Polyvinylchlorid spielen, Strandgäste den Inhalt von Sonnencremetuben aus Plastik auf nackte Rücken entleeren, Leiber im Sand liegen oder im Wasser stehen.

Ein Badegast versucht ungelenk, ein Surfbrett aus einem Carbon-Kevlar-Verbund in der Flaute zu steuern – und scheitert kläglich. Der Surfer stürzt rücklings ins Wasser, der Segelmast aus glasfaserverstärktem Kunststoff – oder war es doch Carbonfaser? samt Segel aus durchsichtiger PVC-Folie über ihn. Zum Glück trägt der Schiffbrüchige eine Schwimmweste aus einem Polyester-Neopren-Mischgewebe; zudem sah der Sturz schlimmer aus, als er tatsächlich war. Es bedarf keiner Rettung aus Seenot.

In etwas größerer Entfernung in offenem Gewässer versucht sich ein anderer Sportler auf einem vergleichsweise kurzen Surfbrett und der Lenkstange eines Drachens in der Hand in der neuen olympischen Disziplin des Kite-Surfens. Toll, denkt sich unserer Familienvater, würde ich auch gerne einmal machen, und rollt unter einem Hyänengähnen mit den Augäpfeln. Sein letzter Blick gilt einem weißen 14-Meter-Segelboot mit einem Rumpf aus glasfaserverstärktem Kunststoff, das unversehens Kurs nimmt auf die kleine Bucht und den Tauchern die Vorfahrt nimmt. Wie es wohl wäre, denkt sich der Mann, ohne zu wissen, was ihm gerade jetzt dieses Bild vors geistige Auge gebracht hat, als Teil einer Seilschaft den 8.848 Meter hohen Mount Everest zu erklimmen, und sinkt in einen traumerfüllten Schlaf.

In eisigen Höhen: Wenn der Berg ruft
Apropos: Wer seinen Urlaub in alpinen Regionen verbringt und sich dem Bergsport verschrieben hat, weiß um die Notwendigkeit maßgeschneiderter Materialien. Schließlich können sie sogar Leben retten! Es stimmt zwar, dass der Mensch schon in früher Zeit Berge bestiegen hat, und zwar ohne Hightech-Materialien aus dem Chemielabor, ausgerüstet nur mit dem, was Mutter Natur zur Verfügung stellte, sprich: Holz, Hanf, Flachs, Leder oder Wolle. Hannibal etwa gelang 218 v. Chr. eine der wohl legendärsten Alpenüberquerungen. Während des Zweiten Punischen Krieges machte sich der Anführer der Karthager mit rund 50.000 Soldaten, 9.000 Reitern und 37 Kriegselefanten im tiefsten Winter auf zum Ritt über das verschneite Gebirge, um einem römischen Angriff auf Spanien zuvorzukommen. Hannibal mag wie die Elefanten buchstäblich ein dickes Fell gehabt haben, trotzdem ließen die Hälfte seines Heeres und sämtliche Elefanten bei jenem Gewaltmarsch ihr Leben.

Wanderer und Bergsteiger sind gut beraten, sich nicht blindlings ins alpine beziehungsweise hochalpine Abenteuer zu stürzen. Es ist zu keiner Witterung gefahrlos, doch lassen die Risiken der Klettertouren sich wohlkalkuliert auf ein unaustilgbares Minimum reduzieren. Das setzt eine Prise Erfahrung voraus, eine ordentliche Portion Planung, jede Menge gesunden Menschenverstand und, nicht zuletzt, eine adäquate Ausrüstung.

Outdoor-Aktivitäten bringen es mit sich, dass man über einen mehr oder weniger langen Zeitraum unweigerlich den Unbilden der Natur ausgesetzt ist. Solange die Sonne scheint und die Luft wärmt und nicht auskühlt, mag das Wandern und Bergsteigern uneingeschränkt Vergnügen bereiten. Wenn sich aber das Wetter blitzartig ändert, wie es in den Bergen an der Tagesordnung sein kann, Regen vom Himmel herniederprasselt, Matsch, Schnee oder Eis jeden Schritt erschweren, Wanderlust ganz schnell umzuschlagen droht in Wanderfrust, braucht es zu allererst eine adäquate Bekleidung – das A und O des Alpinismus.

Um sich vor Wind und Wetter zu schützen, verwendete man früher mit Öl getränktes Leinzeug. Es war wasserdicht, von außen und innen. Regen konnte einem zwar nichts anhaben, aber man schmorte in der Dampfbremse auch im eigenen Saft. Das gehört zum Glück der Vergangenheit an – dank der heute verfügbaren wasser- und winddichten sowie atmungsaktiven Funktionsbekleidung, einschließlich Unterwäsche, Handschuhen und Kopfbedeckung.

Hergestellt wird Funktionsbekleidung zum Beispiel durch Einweben einer hauchdünnen, mit mikroskopisch kleinen Poren versehenen Teflonfolie (Polytetrafluorethylen) in die Textilien. Die Poren dieser Folie sind etwa 20.000-mal kleiner als ein Wassertropfen, was zur Folge hat, das Regen sie nicht durchdringen und überwinden kann. Schweiß und Körperausdünstungen hingegen lassen die Poren mühelos passieren. Qualitativ gute Funktionsbekleidung hält innen und außen trocken und schützt vor Überhitzung. Zudem ist sie bequem und angenehm zu tragen.

Funktionsbekleidung ist aber nicht gleich Funktionsbekleidung. Sie lässt sich zum Beispiel auf unterschiedliche Art herstellen, etwa durch das Auftragen einer Polyurethanschicht auf die Textilien. Die Schicht ist entweder porös und lässt den Wasserdampf passieren, oder es handelt sich um eine Mischung aus Polyester und Polyether, die eine Diffusion von Wasser in Form von Dampf von innen nach außen zulässt, Regen aber wirkungsvoll abhält.

Alles Wandern und Bergsteigen wird zur Qual mit dem falschen Schuhwerk. Die Anforderungen, die ein Bergschuh beziehungsweise -stiefel zu erfüllen hat, sind mannigfaltig. Ein guter Schuh zeichnet sich durch eine hohe Sohlensteifigkeit aus, bei gleichzeitig gutem Grip und angenehmen Tragekomfort – möglich macht’s die Kautschukforschung und wartet mit besten Gummisohlen auf. Spezielle Ausführungen, etwa unter Einsatz von Fiberglas, erlauben das Anbringen von Steigeisen, wenn der Anstieg durch Eis und über Gletscher führt. Der Bergschuh/-stiefel ist idealerweise leicht am Fuß und wasserdicht, was wiederum den Einsatz funktionaler Polymermaterialien voraussetzt. Auch wenn der Schaft über die Knöchel reicht: Gamaschen aus Synthesefasern schützen obendrein die Unterschenkel, wenn es einmal durch tiefen Matsch und Schneefelder geht.

Wer sich für längere Zeit ins Gebirge aufmacht, führt Gepäck mit sich, zumindest das Lebensnotwendige: Essen, Trinken, Wechselkleidung, Schlafsack, Isoliermatte, Zelt. Nicht am langen Arm, sondern im Rucksack. Auch hier spielen Polymermaterialien eine (ge)wichtige Rolle: Sie sorgen dafür, dass der Rucksack leicht und robust allen Widrigkeiten trotzt und das Gepäck trocken bleibt. Zahlreiche Bänder, Schnallen und Schlaufen aus Kunststoff sorgen für den notwendigen Tragekomfort und die Möglichkeit zu expandieren, sprich: Eispickel und Seile zu befestigen.

Apropos: Früher wurden fürs Bergsteigen vor allem Hanf- oder Flachsseile verwendet, um Seilschaften zu sichern. Nachteil des natürlichen Materials war seine mangelnde Robustheit. Bei Regen sog es sich voll, wurde schwer und ließ sich schlecht handhaben, sobald das Wasser bei Minusgraden gefror. Keine Seltenheit, wenn eines dieser Hanf- oder Flachsseile unter Belastung riss; stürzte ein Bergsteiger, war es mitunter um ihn geschehen. Heute sorgen Seile und Körpergeschirr aus Polyamid für Sicherheit am Berg. Kunststoffseile sind robuster, sprich: scheuerfester, lassen sich besser verknoten, saugen nur wenig Wasser auf und machen selbst bei Minusgraden keine Probleme – all das bei deutlich geringerem Durchmesser und Gewicht. Ein gutes Gefühl.

Wenn sich dann nach schwerem Aufstieg am Berg der Tag dem Ende neigt, braucht es eine Unterkunft, die auch inmitten von Eis und Schnee für eine gewisse Behaglichkeit sorgt. Etwa ein geräumiges Tunnelzelt, das sich schnell aufbauen lässt und über einen hinreichend großen Innenbereich verfügt, etwa für eine kleine Seilschaft von drei Personen. Funktionalität steht beim Zeltmaterial im Vordergrund: Das Außenzelt besteht aus wasserabweisendem, das Innenzelt aus atmungsaktivem Nylon. Die Bodenwanne ist ebenfalls aus Nylon gefertigt, jedoch versehen mit einer Beschichtung aus wasserfestem und schmutzabweisendem Polyurethan. Wenn der Untergrund einigermaßen eben, die Isomatte aus geschäumten Polyurethan, beschichtet mit Polyamid, ausgebreitet ist, man dann in seinen Mumienschlafsack, gefüllt mit einer Gänsedaunen-Nylon-Mischung schlüpft, ist ganz gewiss, dass auch bei minus 18 Grad in heimeliger Atmosphäre ein jeder in erholsamen Schlaf findet.

Denkst an Kunststoff in der Nacht, wirst zum Träumen du gebracht!

Apropos: Wer gerne Urlaub in der Natur macht, aber keinen Sinn für Camping im Zelt hat: Der CARAVAN SALON vom 24.08. - 02.09.2012 in den Hallen der Messe Düsseldorf bietet u.a. eine große Auswahl an Wohnmobilen.

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Guido Deußing
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