26/09/2012

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Usbekistan: Südkoreaner bauen Gaschemiekomplex für HDPE- und PP-Produktion

Südkoreanische Ingenieurbauunternehmen haben im Nordwesten Usbekistans mit der Errichtung der Produktionsanlagen des künftigen Erdgasverarbeitungskomplexes Ustyurt GCC begonnen.

Laut Medienberichten werden die entsprechenden Aufträge im Gesamtvolumen von 2,6 Mrd. USD von den Unternehmen Samsung Engineering, GS Engineering und Hyundai Engineering ausgeführt. Die offizielle Grundsteinlegung für den Gaschemiekomplex in der Nähe des Fördergebiets Surgil bei Akchalak in der Region Karakalpakstan erfolgte bereits im August vergangenen Jahres.

Ustyurt GCC entsteht im Rahmen des Joint Ventures Uz-Kor Gas Chemical, an dem zu gleichen Teilen die staatliche usbekische Öl- und Gasholding UzbekNeftegaz und das südkoreanische Konsortium Kor-Uz Gas Chemical Investment beteiligt sind. Die koreanischen Konsortialpartner sind dabei Kogas, Honam Petrochemical, LG International, SK Gas und STX Energy.

Der Komplex soll künftig pro Jahr etwa 4,5 Mrd. m³ Erdgas aus dem Surgil-Gebiet verarbeiten und dabei u.a. 400.000 Tonnen Polyethylen (HDPE), 100.000 Tonnen Polypropylen (PP) und 100.000 Tonnen Pyrolysebenzin produzieren. Dem Projekt liegt eine Machbarkeitsstudie der in Singapur ansässigen Consulting CMAI zugrunde, die Bauzeit wird mit 38 Monaten veranschlagt.

Insgesamt belaufen sich die Investitionen für die Errichtung von Ustyurt GCC den aktuellen Meldungen zufolge auf mehr als 4 Mrd. USD. Finanziert wird das Projekt demnach aus Bankenkrediten, Eigenmitteln des Joint Ventures Uz-Kor Gas Chemical und Mitteln des staatlichen usbekischen Entwicklungsfonds.