27.03.2012

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VDMA: Exporte deutscher Kunststoff- und Gummimaschinen auf neuem Rekordniveau

Spitzenzuwächse in China und Ostasien
China baute 2011 seine Top-Position als wichtigster Absatzmarkt für Kunststoff- und Gummimaschinen Made in Germany weiter aus. Die deutschen Exporte sind noch einmal um 30,5 Prozent angestiegen - nach mehr als 60 Prozent im Jahr zuvor - und erreichten damit ein Liefervolumen von 766,4 Millionen Euro. "Das ist ein neuer Rekordwert für China", so Ulrich Reifenhäuser, Vorsitzender des Fachverbandes Kunststoff- und Gummimaschinen im VDMA, "und gleichzeitig das höchste Exportvolumen im Fachzweig, das jemals in ein einzelnes Land geliefert worden ist."

Mit einer Rate von 40,9 Prozent weist die gesamte Absatzregion Ostasien demnach eine starke Steigerung aus. Auch die Lieferungen in die Republik Korea sind erneut stark gestiegen (um 82,4 Prozent); das Land liegt damit 2011 auf Rang 6 der wichtigsten Absatzmärkte. Die Kunden in Taiwan (33,4 Prozent) haben mit einem Bestellplus von 33,4 Prozent ebenfalls überdurchschnittlich zugelegt. Der Anteil Asiens an den gesamten deutschen Exporten ist auf 38,4 Prozent gestiegen.

Spitzenwert weit übertroffen
Die deutschen Exporte von Kunststoff- und Gummimaschinen stiegen im Jahr 2011 um 30,5 Prozent. Basierend auf den Meldungen an das Statistische Bundesamt erreichte der Exportwert damit 4.324 Millionen Euro. Im Jahr zuvor waren die Auslandslieferungen bereits um 25,6 Prozent angestiegen. "Damit ist nach zwei sehr guten Export-Jahren der Einbruch aus 2009 ausgeglichen und der Rekordwert von 2008 deutlich eingestellt", erklärt Thorsten Kühmann, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbandes.

Die Regionen im Einzelnen
Fast alle Absatzregionen trugen 2011 zum Zuwachs bei. Die Exporte in die EU 27 nahmen um 26,9 Prozent zu, mit Frankreich als Hauptmarkt und mit deutlichem Vorsprung, gefolgt von Polen, Italien und Österreich.

Überdurchschnittlich um 36,7 Prozent legten die Lieferungen ins Sonstige Europa zu. Wichtigste Kunden dieser Region bleiben Russland - inzwischen deutlich erholt - und die Türkei.

In Nordamerika (erneuter Zuwachs um 30,7 Prozent) steigerten die USA wie schon im Vorjahr ihre Bestellungen um mehr als ein Drittel, die überdurchschnittliche Zuwachsrate Mittelamerikas (48,3 Prozent) wird vom Nachfrageanstieg aus Mexiko getragen. Das Plus bei den Exportlieferungen nach Südamerika blieb mit 27,4 Prozent leicht hinter dem Durchschnitt zurück. Hier liegen Argentinien und Chile fast gleichauf mit weitem Abstand hinter Brasilien.

Der Nahe und Mittlere Osten hat sich mit einem Wachstum um 11,2 Prozent in einzelnen, aber nicht allen Ländern wieder stabilisiert. Das Plus in Zentral- und Südasien wurde größtenteils in Indien generiert. In Südostasien (23,0 Prozent) hat Thailand wieder Indonesien vom Spitzenplatz verdrängt.

Das einziges Minuszeichen von 7,5 Prozent für Nordafrika ist dem ‚Arabischen Frühling´ geschuldet. Insbesondere der Rückgang der Lieferungen ins größte Abnehmerland, Ägypten, trug dazu bei.

Deutsche Nachfrage nach ausländischen Maschinen ebenfalls Spitze
Die Lieferungen ausländischer Hersteller von Kunststoff- und Gummimaschinen an Kunden in Deutschland schnellte in 2011 ebenfalls auf einen neuen Rekordwert: die Importe stiegen um 49,5 Prozent auf nun 946 Millionen Euro. Hauptlieferländer waren Österreich, die Schweiz und Italien.