12.04.2011

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VDMA: Exporte deutscher Kunststoff- und Gummimaschinen im Aufschwung

Regionale Spitzenreiter: China und Ostasien
Erneut war China im vergangenen Jahr der Top-Absatzmarkt für Kunststoff- und Gummimaschinen Made in Germany. Die deutschen Exporte sind um beachtliche 64,4 Prozent angestiegen und erreichten damit ein Liefervolumen von 587,2 Millionen Euro. ‚"Dieser Zuwachs hat den Einbruch aus dem Jahr zuvor mehr als ausgeglichen", so Ulrich Reifenhäuser, Vorsitzender des Fachverbandes Kunststoff- und Gummimaschinen im VDMA. "Der Exportwert blieb nur knapp hinter dem bisherigen Rekord aus 2004 zurück".

Mit einer Rate von 60,4 Prozent weist die Absatzregion Ostasien insgesamt eine starke Steigerung aus; auch die Lieferungen in die Republik Korea (141,4 Prozent) und nach Taiwan (33,4 Prozent) haben überdurchschnittlich zugelegt. Der Anteil Asiens an den gesamten deutschen Exporten ist auf 37,8 Prozent gestiegen.

Spitzeniveau trotz Aufholjagd noch nicht erreicht
Die deutschen Exporte von Kunststoff- und Gummimaschinen stiegen im Jahr 2010 um 25,6 Prozent. Basierend auf den Meldungen an das Statistische Bundesamt erreichte der Exportwert damit 3.312 Millionen Euro. Im Jahr zuvor waren die Auslandslieferungen um 33,9 Prozent eingebrochen. "Trotz des erfreulichen Zuwachses bleibt noch eine beträchtliche Lücke zum Rekordwert von 3.989 Millionen Euro, der in 2008 erzielt worden war", erklärt Thorsten Kühmann, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbandes.

Die Regionen im Einzelnen
Fast alle Absatzregionen trugen zum Zuwachs bei. Die Exporte in die EU 27 nahmen um 16,3 Prozent zu, mit Italien und Frankreich fast gleichauf und Polen auf Rang 3. Um 16,6 Prozent legten die Lieferungen ins Sonstige Europa zu. Wichtigster Kunde dieser Region bleibt - trotz nochmaliger Minusrate - Russland; die Bezüge der Türkei haben sich dagegen mehr als verdoppelt. In Afrika hat Ägypten Südafrika als wichtigsten Absatzmarkt abgelöst. In Nordamerika (30,3 Prozent) steigerten die USA ihre Bestellungen um knapp ein Drittel, die Zuwachsrate Mittelamerikas (25,1 Prozent) wird vom Nachfrageanstieg aus Mexiko getragen. "Die Lieferungen nach Brasilien, die sich in 2010 mehr als verdoppelt haben, tragen maßgeblich zum Südamerika-Plus von 60,7 Prozent bei", freut sich Ulrich Reifenhäuser. Das Plus aus Zentral- und Südasien (15,1 Prozent) stammt überwiegend vom Dritten in der weltweiten TOP-10-Liste, von Indien (7,5 Prozent). In Südostasien (3,6 Prozent) hat sich Indonesien deutlich an die Spitze der Abnehmerländer der Region gesetzt.

Ein Dämpfer kommt aus der Region Naher und Mittlerer Osten, die um 12,9 Prozent hinter dem Vorjahr zurück bleibt; zum Minus haben die großen Märkte Saudi-Arabien, Iran und die Vereinigen Arabischen Emirate beigetragen.

Nachfrage nach ausländischen Maschinen erholt sich langsam
Die Lieferungen ausländischer Hersteller von Kunststoff- und Gummimaschinen an Verarbeiterkunden in Deutschland erholte sich 2010 ebenfalls wieder. Die Importe stiegen um 17,5 Prozent auf 633 Millionen Euro an, auch hier klafft eine deutliche Lücke zum Vorkrisenwert in Höhe von 851 Mio. Euro. Der Handelsbilanzüberschuss im deutschen Außenhandel mit Kunststoff- und Gummimaschinen ist damit erneut angewachsen.