25.06.2012

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VDMA: Kunststoff- und Gummimaschinenhersteller erwarten 2012 nur leichten Rückgang und Aufwärtsbewegung in 2013

Der deutsche Kunststoff- und Gummimaschinenbau rechnet für das laufende Jahr mit einem Umsatzrückgang von zwei Prozent. Der Produktionswert erreicht damit rund 6.077 Mio. Euro. Aber bereits für das Jahr 2013 wird ein Plus von dann sieben Prozent auf etwa 6.500 Mio. EUR erwartet.

"Noch im Oktober vergangenen Jahres hatte der Fachverband für 2012 ein Minus von sieben Prozent vorhergesagt. Das Geschäft verlief im zweiten Halbjahr und den ersten Monaten 2012 jedoch positiver als damals angenommen, so dass eine Revision möglich wurde", erklärt Ulrich Reifenhäuser, Vorsitzender des Fachverbandes, die Entwicklung.

Inlandsgeschäft stützt Nachfrage
Für die Umsätze mit Kunden im Inland wird für beide Zeiträume eine positive Entwicklung vorhergesagt. Nach Ansicht Reifenhäusers haben Lohnsteigerungen und die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt den privaten Konsum und damit die Nachfrage nach konsumnahen Gütern gefördert. "Unterstützt vom niedrigen Zinsniveau ist die Investitionstätigkeit in Deutschland ungebrochen", so Reifenhäuser weiter. "Für 2013 gehen wir davon aus, dass das inländische Investitionsklima positiv bleibt. Viele inländische Unternehmen werden an Kapazitätsgrenzen stoßen, so dass zunehmend Erweiterungsinvestitionen geplant werden."

Ausland vorübergehend im Rückwärtsgang
"Auf der Basis weltweit hoher Investitionen in den beiden Jahren 2010 und 2011 und aufgrund der schwachen konjunkturellen Entwicklung in den meisten Ländern Westeuropas gehen wir jedoch bei den Auslandsumsätzen für das Jahr 2012 von einem Rückgang aus", ergänzt Thorsten Kühmann, Geschäftsführer des Fachverbandes. Im kommenden Jahr soll die Auslandsnachfrage dagegen wieder Fahrt aufnehmen.

Deutschland festigt Weltmarktanteile
Durch überdurchschnittliche Zuwachsraten konnte der deutsche Kunststoff- und Gummimaschinenbau 2011 seine Weltmarktanteile ausbauen: Beim Export mit einem Anstieg um zwei Prozentpunkte auf 25,3 und in der Produktion um einen Prozentpunkt auf 22 Prozent. Damit sind die deutschen Hersteller weiterhin mit deutlichem Abstand Exportweltmeister, die chinesischen Wettbewerber bleiben mit einem Anteil von 30,5 Prozent in der Produktion führend.