05.05.2010

www.plasticker.de

VDMA: Wichtige Partner im Außenhandel mit Kunststoff- und Gummimaschinen

TOP 10 Absatzmärkte in 2009
An der Spitze der wichtigsten Absatzmärkte für deutsche Kunststoff- und Gummimaschinen hat sich 2009 erneut China behauptet - trotz eines Rückgangs der deutschen Exporte um 27,8 Prozent. 13,5 Prozent aller Ausfuhren wurden auf den chinesischen Markt geliefert, heißt es in einer aktuellen Mitteilung des Fachverbandes Kunststoff- und Gummimaschinen im VDMA.

Auf dem zweiten Platz der Absatzmärkte rangieren wie im Vorjahr die USA, allerdings mit einem Minus von 41,7 Prozent. Russland (minus 42,1 Prozent) bleibt knapp auf dem dritten Platz, während sich Indien mit einem Zuwachs um 29,8 Prozent nahe an Russland herangeschoben hat. Damit hat sich der asiatische Subkontinent in der Rangliste der Absatzmärkte von Platz 12 auf Platz 4 katapultiert. Weitere Aufsteiger in die TOP 10 sind auf Rang 9 Österreich (von Platz 13, minus 27,5 Prozent) und auf Rang 10 Mexiko (minus 22,0 Prozent), das sich um fünf Plätze verbessert hat. Der gesamte Export von Kunststoff- und Gummimaschinen ist im vergangenen Jahr um 33,9 Prozent auf 2.637 Mio. Euro zurückgegangen.

Absatzmärkte mit Nachfrageplus
„Im Jahr der Minusvorzeichen gab es Länder, in denen entgegen dem Trend die Nachfrage nach deutschen Kunststoff- und Gummimaschinen zugelegt hat“, sagte Thorsten Kühmann, Geschäftsführer des VDMA Fachverbands Kunststoff- und Gummimaschinen. Erwähnenswerte Beispiele seien in Europa Weißrussland und Bulgarien, in Asien der Irak und Singapur - mit indirekten Exportlieferungen für Kunden in benachbarten Ländern - auf dem amerikanischen Kontinent Kanada, Chile und Kolumbien. Auch die Bestellungen aus Australien legten zu. Die höchsten Plusraten – auf niedrigem Niveau – errechnen sich demnach für eher exotische Absatzmärkte wie Aserbeidschan oder Syrien.

Woher die Importe kommen
Größte Lieferländer waren im vergangenen Jahr traditionell Österreich (minus 41,7 Prozent), die Schweiz (minus 45,1 Prozent) und Italien (minus 31,1 Prozent) vor den USA (minus 18,3 Prozent). Auf Rang 5 hat sich China trotz des Rückgangs chinesischer Maschinenlieferungen um 28,2 Prozent vorgeschoben. Frankreich ist auf den achten Platz zurückgefallen. Die ausländischen Lieferungen an deutsche Verarbeiterkunden sind 2009 um 36,7 Prozent auf 539 Mio. Euro gesunken.

Entwicklung des deutschen Binnenmarkts
Aus Produktion, Export und Import errechnet sich für den Inlandsmarkt ein Volumen von 1.707 Mio. Euro; ein Wert, der mit minus 29,0 Prozent beträchtlich unter dem des Vorjahres liegt und der die in den vergangenen beiden Jahren deutlich überschrittene 2-Milliarden-Grenze weit verfehlt. Der Anteil der Einfuhren am Inlandsmarkt ist von 35,4 auf 31,6 Prozent zurückgegangen – den niedrigsten Wert der vergangenen zehn Jahre.

Weitere Informationen: www.kug.vdma.org