17.04.2013

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Varioplast: Neuartige Varioboxx mit durch Thermoformen hergestelltem Innenbehälter - Neue Plattenformmaschine von Illig

Für Michael Däbritz, Geschäftsführer der Varioplast Konrad Däbritz GmbH im schwäbischen Ötisheim, gibt es für das Transportieren und Bevorraten von Kleinteilen keine bessere KLT-Box als die sogenannte Varioboxx. Das liegt nicht nur daran, dass das schwerpunktmäßig als Spritzgießspezialist im Automobilbereich operierende Unternehmen diese Verpackung selbst entwickelt hat und auch selbst herstellt. "Es sind schlicht die Fakten, mit denen sich unsere Varioboxx von herkömmlichen, klassischen KLT-Boxen absetzt. Sie ist deutlich leichter, dadurch umweltfreundlicher und kostengünstiger - und der Inhalt wird durch die Transparenz auf einen Blick erfasst", sagt Michael Däbritz.

Hergestellt werden die Komponenten der Varioboxx in zwei getrennten Verfahren. Die offene, nur aus Rahmen und Rippen bestehende Trägerbox, die für die geforderte Stabilität sorgt, wird als Standardteil spritzgegossen; die darin einsetzbaren transparenten und individuell gestaltbaren Inlays zur Teileaufnahme und der staubdicht abschließende Deckel entstehen durch Thermoformen. Hierfür hat Varioplast den Maschinenpark jetzt um eine Plattenformmaschine Illlig UA 100g neuer Bauart erweitert. Ursprünglich für den eigenen Bedarf entwickelt, können heute auch Dritte die inzwischen patentierte und zurzeit in drei Größen verfügbare Varioboxx bei Varioplast beziehen.

Neues Box-Konzept
Das Konzept der Varioboxx ist eine Kombination aus Standard- und Sonderverpackung. Standard ist die Trägerbox, ein stabiles Spritzgussteil im 1/4- oder 1/8-Europalettenmaß, optimiert hinsichtlich Tragfähigkeit, Gewicht und Stapelbarkeit. Die Box ist aufgrund der laut Hersteller nachgewiesen hohen Belastbarkeit des Rahmens blocklagergeeignet, in individueller Einfärbung und auch als Rezyklat-Variante erhältlich. Die in die Trägerbox einsetzbaren transparenten Inlays können individuell gestaltet werden, um Volumennutzung und Halt der darin bevorrateten und transportierten Produkte optimal aufeinander abzustimmen. Wie der staubdicht abschließende Boxendeckel, lassen sich diese Inlays flexibel und kostengünstig als Thermoformteile herstellen. "Mit unserer neuen Illig UA 100g können wir jetzt alle Vorteile eines Hochleistungsthermoformers nutzen. Durch die damit möglichen kurzen Umrüstzeiten und die hohe Prozesskonstanz können wir jetzt selbst auf die individuelle Anwendung zugeschnittene Inlays in mittleren bis kleinen Losgrößen wirtschaftlich und mit hoher Formteilqualität produzieren", berichtet Michael Däbritz. In der Thermoformabteilung des Unternehmens stehen noch zwei Illig Thermoformmaschinen älterer Bauart zur Verfügung.

Bei vielen der mit Teilen und Baugruppen belieferten Kunden - dies sind insbesondere Systemlieferanten der Automobilhersteller - hat Varioplast inzwischen komplett auf die Varioboxx als Mehrweg-Transportbox umstellen können. Unternehmensintern kommt in Ötisheim nur noch die Varioboxx zum Einsatz, beispielsweise zur Teilebevorratung an den Montageplätzen.

Thermoformtechnik für Platten und Folien
Die Thermoformmaschine der Baugröße UA 100g, wie sie bei Varioplast im Einsatz ist, wird für das Thermoformen von Plattenmaterial und von Folien eingesetzt und stellt dafür eine Formfläche bis zu 960 mm x 660 mm bereit. Die in dieser Maschinengeneration entwickelten und umgesetzten Neuerungen beginnen laut Illig beim Beschicken der Maschine und setzen sich entlang der Prozesskette fort über das Aufheizen des Halbzeugs auf Umformtemperatur und das eigentliche Thermoformen mit allen Phasen vom Vorformen bis zum Entformen des Ziehteils. Zielsetzungen aller Maßnahmen seien stets ein maximal realisierbarer Ausstoß bei zugleich kompromisslos hoher Formteilqualität und Erleichterungen bei der Maschinenbedienung.

Als Beispiele für derartige Entwicklungen werden u.a. die prozesssichere Plattenentstapelung, das Kompensieren von Außeneinflüssen beim Aufheizen und das Verringern der Temperaturabsenkung des aufgeheizten Halbzeugs bis zum Umformen, das Vermeiden von Schreckmarken und Erzielen einer gleichmäßigen Wanddickenverteilung beim Formen sowie das Verkürzen der Kühlzeit angeführt. Den Bedienkomfort steigern zudem die "Auto-Seite" mit sämtlichen wichtigen Funktionen auf einer Bildschirmseite oder die neue Optimierungshilfe beim Einstellen des Formdrucks im Formungsverlauf in Verbindung mit einer neuen, frequenzgeregelten Vakuumpumpe.

Weitere Informationen: www.illig.de, www.varioplast.de

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