12/03/2015

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Verbund kompostierbare Produkte: Empfehlungen für eine einheitliche Kennzeichnung kompostierbarer Bioabfall-Beutel

Noch immer werden in Deutschland ca. fünf Millionen Tonnen Bioabfälle pro Jahr an der Biotonne vorbei über den Restmüll entsorgt und somit verbrannt. Bioabfall-Beutel aus kompostierbarem Kunststoff oder beschichtetem Papier tragen zur Sauberkeit und Geruchsreduzierung bei der getrennten Bioabfallsammlung bei. Das erhöht die Akzeptanz der Sammlung sowie die gesammelten Mengen.

Der Verbund kompostierbare Produkte e.V. hat Empfehlungen für eine einheitliche Kennzeichnung kompostierbarer Bioabfall-Beutel veröffentlicht (siehe Anhang). Die geprüften und zertifizierten Beutel zur Sammlung von Bioabfällen lassen sich dadurch schnell und eindeutig von ungeeigneten Plastiktüten unterscheiden.

"Mit unserer Initiative wollen wir die getrennte Sammlung intensiv fördern - indem wir sie einfacher und angenehmer machen", so Jens Boggel, Vorsitzender des Verbund kompostierbare Produkte e.V. Gerade auch feuchte Küchenabfälle werden mit Hilfe von Bioabfall-Beuteln häufiger über die Biotonne entsorgt - aus diesen Abfällen lässt sich in Vergärungsanlagen besonders viel Biogas gewinnen.

Kernstück der Empfehlungen ist der "Keimling", der in Gitter- oder Rautenform auf dem gesamten Beutel aufgedruckt ist. Der Keimling ist ein im In- und Ausland anerkanntes Zeichen für die industrielle Kompostierbarkeit (© European Bioplastics e.V.) und wird nach Prüfung der Beutel gemäß der Norm DIN EN 13432 und Zertifizierung durch unabhängige Institute vergeben.

Für seine Empfehlungen hat der Verbund im Vorfeld Gespräche mit den relevanten Verbänden der Kompost- und Bioabfallbranche geführt.

Zum Hintergrund
Seit Januar 2015 ist die getrennte Bioabfallsammlung in Deutschland Pflicht. In einigen Kommunen ist die Einführung der Biotonne allerdings noch nicht abgeschlossen. Der öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger vor Ort (bzw. in manchen Bundesländern die kreisangehörige Kommune) entscheidet über die Zulassung der Bioabfall- Beutel als Hilfsmittel für die Sammlung von Bioabfällen. Mit der vorliegenden einheitlichen Kennzeichnung können solche Beutel eindeutig identifiziert und kommuniziert werden. Verbrauchern wird empfohlen, Informationen zur Bioabfallsammlung bei ihrer Kommune zu erfragen.

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