25.07.2011

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Vogelsang Engineering: PVC-Extrudeur schafft den Turnaround

Eine positive Bilanz, zusätzlich eingestellte Mitarbeiter und wieder bevorzugter Lieferant vieler namhafter Unternehmen. All das zeigt: Die vogelsang engineering GmbH hat den Turnaround endgültig geschafft und ist mit neuen Konzepten zukunftssicher aufgestellt.

Mit der Produktion von Hula-Hoop-Reifen nahm die Kunststofftechnik Vogelsang GmbH aus Gevelsberg am Wirtschaftswunder der jungen Bundesrepublik teil - und war dadurch bereits wenige Jahre nach ihrer Gründung 1956 schuldenfrei. Das Produktportfolio wurde konsequent erweitert, die Verfahren zur Kunststoffextrusion verbessert und neue Märkte erschlossen. Doch mit dem Tod des Gründers geriet das Unternehmen in eine Krise und musste schließlich Ende 2007 Insolvenz anmelden. Im Februar 2008 übernahm der Finanzinvestor Robin Lehmann den Betrieb (siehe plasticker Meldung vom 21.01.2008) und überführte ihn in das neue Unternehmen Vogelsang Engineering GmbH. Erstes äußerlich erkennbare Zeichen des Neubeginns war die Installation von vier Silos für größere Kunststoffgranulat-Vorräte auf dem Dach, die bis heute erhebliche logistische Vorteile bieten und das Unternehmen weithin sichtbar machen.

Als wichtiger Schritt in Richtung Zukunftssicherheit erwies sich die Besetzung der Schlüsselpositionen im Unternehmen mit Branchenexperten und den Kunden sowie Lieferanten vertrauten Gesichtern: So übernahm Ralf Püttmann, der seit 27 Jahren bei Vogelsang arbeitet und über umfassende Kenntnisse in der Entwicklung von Extrusionswerkzeugen verfügt, 2009 das Amt des Geschäftsführers. Der seit 33 Jahren im Unternehmen tätige Wolfgang Jänisch ist Betriebsleiter und verfügt über tiefgehende Werkstoffkenntnisse. Sie konnten mit ihrem Team erfahrener, langjähriger Mitarbeiter Aufträge wiederbeleben und neue Kunden gewinnen. Hilfreich sei dabei auch der gute Ruf des Unternehmens hinsichtlich Qualität und Service sowie die Bereitschaft Übernahme besonders komplexer Aufträge gewesen. Unterstützt werden Püttmann und Jänisch von Marketing- und Vertriebsleiter Markus Driller und dem kaufmännischen Leiter Thomas Göhl. Das Führungsquartett treffe alle wichtigen Entscheidungen gemeinsam. Als eine Ursache der Unternehmenskrise habe man die mangelnde interne und externe Kommunikation gesehen. Die veränderte Organisation stellen wir die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten sicher, und der Erfolg gebe der Strategie recht, verkündet das Unternehmen. Kerngeschäft bleibe die Profilextrusion im Kundenauftrag, beispielsweise von Kabelkanälen, technische Profilen, Fensterprofilen, Bau- und Sonderprofilen sowie Trennwandsystemen für die Viehhaltung. In diesem Umfeld wird auch Unterstützung bei der serienreifen Entwicklung und Umsetzung neuer Produkte von der Planung und Konstruktion über die Entwicklung, Prototypen, Werkzeugbau, Produktion, Konfektion und kundenspezifische Anpassung angeboten.

Den Sprung zurück in die schwarzen Zahlen erreichte Vogelsang nach Unternehmensangaben jedoch durch die Wandlung vom Lohnextrudeur hin zum Unternehmen mit eigenen Produkten. Verkaufsschlager sei aktuell der iPad-Butler. Er sorge für die komfortable Verwendung des Tablet-Computers in allen Lebenslagen, denn das iPad kann dank des Zubehörs wie Saugnapf, Tischhalter und Wandadapter bedarfsgerecht befestigt werden. Der iPad-Butler ist auch als Bodenständer aus Aluminium oder Kunststoff mit flexiblem Schwanenhals erhältlich und kommt so als Infoterminal auf Messen, für Präsentationen, in Geschäften, Restaurants oder Banken zum Einsatz. Auch weitere Produkte sind schon verfügbar und neue Ideen seien in der Pipeline.

Über die Vogelsang Engineering GmbH
Die Vogelsang Engineering GmbH produziert in Gevelsberg auf einer Gesamtfläche von über 7.000 Quadratmeter jährlich über 45 Millionen Meter Kunststoffprofile. 55 Jahre nach der Gründung bietet das mittelständische Unternehmen ein umfangreiches Portfolio von der klassischen Kunststoffextrusion bis hin zur serienreifen Entwicklung neuer Produkte sowie eine Expertise in der Herstellung von PVC-Spezialmischungen und in der Entwicklung von Extrusionswerkzeugen. Aktuell sind am Standort etwa 120 Mitarbeiter beschäftigt.