18.09.2014

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WIP: Niedersächsisches Forum Kunststofftechnik 2014 diskutiert Aspekte der Flammschutzausrüstung von Kunststoffen

"Kunststoffe im BRENNpunkt" - Unter diesem Thema lud das WIP am 11. September zum Niedersächsischen Kunststoffforum 2014 und diskutierte verschiedene Aspekte der Flammschutzausrüstung von Kunststoffen (siehe auch plasticker-News vom 20.08.2014).

Prof. Dr. Norbert Vennemann, Vorsitzender des WIP Kunststoffe e.V., moderierte das diesjährige Forum Kunststofftechnik mit seinen rund 30 Teilnehmern aus verschiedenen Bereichen. Das Ziel, die Rückkopplung zwischen Theorie und Praxis zu stärken und voneinander zu lernen, stand auch an diesem Tag im Fokus des WIP-Kunststoffe.

Referenten und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden stellten den Kunststoff in den Brennpunkt und diskutierten aktuelle Problematiken und Lösungswege zum Flammschutz.

Die "globalen Megatrends" werden erwartungsgemäß auch in Zukunft den Bedarf und Verbrauch an Kunststoffen stetig steigen lassen. Der Bezug beim Thema Brandschutz wurde durch Dr. Rüdiger Baunemann, Geschäftsführer von PlasticsEurope Deutschland, aufgezeigt - aufgrund des besonderen Tagungsdatums, 11. September, bereits allgegenwärtig. An ein geschlossenes Agieren der Industrie und ein weiteres Netzwerken und offenes Informieren wurde in diesem Zusammenhang appelliert.

Dem Flammschutz kommt eine zentrale Rolle in vielen Anwendungen zu. Stellvertretend für die vielen an diesem Tag diskutierten Anwendungen sei das Thema Kabelbrand genannt, welches von den Teilnehmern vor allem in punkto Sicherheit kritisch beleuchtet und hinterfragt wurde.

Dr. Bahman Sarabi, UL International TTC GmbH, zeigte die Prüfmethoden des Brandverhaltens polymerer Werkstoffe auf, womit ein direkter Diskurs über die vielfältigen Versuchsmethoden angestoßen wurde. U.a. wurde die Frage diskutiert, inwieweit das Clone Calorimeter bestehende Lücken in der Vergleichbarkeit von Testdaten füllen könnte.

Wie ein roter Faden zog sich eine Kernaussage durch den Tag: Die verschiedenen Normungen für oft nur gering unterschiedliche Tatbestände erschweren die Produktentwicklung enorm und führen zu erheblichen Kosten, ohne den Brandschutz tatsächlich zu verbessern. Als ein Beispiel wurde angeführt: Würden sich Automobilhersteller, ggfs. wenigstens die deutschen Automobilhersteller, auf Testverfahren einigen, dann wären die Autos preiswerter auf den Markt zu bringen und würden von mehr und schneller von Innovationen profitieren.

Rund um das Forum und um die Vorträge bot sich in familiärer Atmosphäre viel Raum für den Wissensaustausch untereinander und das Knüpfen neuer Kontakte.

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