12.02.2010

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WVK: Wirtschaftsvereinigung will Potenzial von Kunststoff für Klimaeffizienz noch stärker nutzen

Die Wirtschaftsvereinigung Kunststoff (WVK), in der sich Kunststofferzeuger, -verarbeiter und -maschinenbauer zusammengeschlossen haben, hat sich zu ihrer zweiten erweiterten Vorstandssitzung im "Haus der Deutschen Wirtschaft" in Berlin getroffen.

Mehr Ressourcenschonung durch Einsatz von Kunststoffen
Im Fokus der Sitzung standen Fragen der Ressourceneffizienz und des Klimaschutzes. Dr. Günter Hilken, Vorsitzender von PlasticsEurope Deutschland und seit Anfang des Jahres auch Vorsitzender der WVK, unterstrich die entscheidende Rolle von Kunststoff im Kampf gegen den Klimawandel: "Kunststoff spart bei Gebrauch und Verwertung fünf bis neun Mal mehr CO2 ein, als während der Produktion frei gesetzt wurde." Wer nachhaltig handeln wolle, komme am Einsatz von Kunststoff nicht vorbei. "Das wohl wichtigste Mittel zur Ressourcenschonung, über das wir verfügen, ist das Energiesparen", so Hilken. Hierfür böten Kunststoffe einzigartige Vorteile - etwa in der Wärmedämmung, im Leichtbau oder bei der Nutzung erneuerbarer Energien. Jetzt gehe es darum, Politik und Gesellschaft die entscheidende Rolle von Kunststoff im Klimaschutz zu vermitteln.

Für den Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) erläuterte Dr. Carsten Kreklau, Mitglied der Hauptgeschäftsführung: "Wirksamer Klimaschutz braucht innovative Technologien. Die deutschen Unternehmen sind Weltmarktführer bei Klimaschutztechnologien. Klimaschutz ist eine Chance für Wachstum und Beschäftigung. Die Lasten müssten jedoch global angemessen verteilt sein."

Ministerialdirektor Werner Ressing, Leiter der Abteilung Industriepolitik im Bundeswirtschaftsministerium und Experte in Sachen Klimaschutz, informierte zu den neuen Akzenten der Bundesregierung in der Industriepolitik. Er betonte, Klimaschutz brauche eine industrielle Basis. Die Produktion in Deutschland müsse gesichert werden. "Niemand profitiert davon, wenn durch überzogene Forderungen Produktion in Länder abwandert, für die Klimaschutz keine Rolle spielt", so Ressing.

Die Kunststoffindustrie ist mit einem Umsatz von über 84 Mrd. Euro und rund 394.000 Beschäftigten in mehr als 3.700 Unternehmen einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in Deutschland. Sie hält einen Anteil von sechs Prozent an der heimischen Industrieproduktion.

Über die Wirtschaftsvereinigung Kunststoff
Träger der Wirtschaftsvereinigung Kunststoff sind PlasticsEurope Deutschland, der Gesamtverband Kunststoff verarbeitende Industrie, der Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen im VDMA und die BKV Plattform für Kunststoff und Verwertung. Ziel der WVK ist es, die deutsche Kunststoffindustrie in der öffentlichen Wahrnehmung zu stärken, und die übergreifenden Interessen der Branche zu vertreten.

Weitere Informationen: www.wv-kunststoff.org