08.03.2012

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Wacker Chemie: 40 Mio. Euro für Ausbau der Produktion in China

Die Wacker Chemie AG will ihre chinesischen Polymeraktivitäten weiter ausbauen und dazu rund 40 Mio. € in den Bau von zwei neuen Produktionsanlagen am Standort Nanjing investieren. Wie der Münchner Chemiekonzern bekannt gab, sollen die bestehenden Produktionsanlagen für Vinylacetat-Ethylen-Copolymer (VAE)-Dispersionen um einen neuen Reaktor mit einer Jahreskapazität von 60.000 Tonnen erweitert werden. Damit werde sich die Kapazität für VAE-Dispersionen in Nanjing auf rund 120.000 Jahrestonnen verdoppeln. Der Anlagenkomplex sei dann einer der größten seiner Art in China. Der neue Reaktor soll voraussichtlich Mitte des Jahres 2013 in Betrieb gehen. Darüber hinaus will Wacker im Werk Nanjing eine neue Anlage zur Herstellung von Polyvinylacetat (PVAc)-Festharzen mit einer Jahreskapazität von 20.000 Tonnen errichten. Die Fertigstellung der Anlage ist für Anfang 2013 geplant.

Mit den neuen Produktionsanlagen will Wacker auch in Zukunft ausreichende Kapazitäten für die starke Nachfrage nach VAE-Dispersionen und PVAc-Festharzen bereitstellen und so in der Region Asien-Pazifik langfristig gleich bleibende Produkt- und Liefersicherheit gewährleisten. VAE-Dispersionen werden vor allem in der Bau-, Beschichtungs- und Klebstoffindustrie verwendet. PVAc-Festharze kommen bei industriellen Anwendungen und in der Herstellung von Kaugummirohmasse zum Einsatz.

"Die Erweiterungen sind notwendig, damit wir die starke Nachfrage unserer Kunden nach erstklassigen VAE-Dispersionen und qualitativ hochwertigen Festharzen aus Polyvinylacetat auch in den kommenden Jahren bedienen können", erläutert Auguste Willems, Vorstandsmitglied der Wacker Chemie AG. "Mit dem Ausbau unseres Verbundstandorts Nanjing festigen wir zudem unsere Position als einer der weltweit führenden Hersteller von Polymeren für Dispersionen und Kaugummirohmasse."

An dem voll integrierten Standort Nanjing stellt Wacker bereits Vinylacetat-Ethylen-Copolymer-Dispersionen und -Dispersionspulver für die Bau-, Beschichtungs-, Klebstoff- und andere Industrien her. Durch die Bündelung seiner chinesischen Polymeraktivitäten an einem Standort erwartet das Unternehmen entscheidende Vorteile und Synergien: Die Nutzung einer gemeinsamen Infrastruktur und Energieversorgung soll Skaleneffekte ermöglichen, Transport und Logistik sollen effizienter gestaltet werden können.