14.10.2013

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Wacker Chemie: Neues Festsilicon für die Schlauchextrusion

Auf der K 2013 präsentiert der Münchner Chemie­konzern Wacker eine neue Fest­silicon­kautschuk­type, die sich laut Anbieter durch eine besonders hohe Standfestigkeit auszeichnet. Das unter der Bezeichnung "Elastosil" R 416/70 erhältliche Produkt ermöglicht demnach die kostengünstige Fertigung von gewebeverstärkten Siliconschläuchen mittels Extrusion. Schläuche aus "Elastosil" R 416/70 eignen sich demzufolge für Anwendungen in der Automobiltechnik, in denen eine gute Temperatur- und Kühl­mittel­be­ständig­keit gefordert ist.

Das neue peroxidisch vernetzende Festsilicon wurde speziell für die Schlauchherstellung im Extrusionsverfahren entwickelt. "Elastosil" R 416/70 ist den Angaben zufolge hochgradig standfest und weist eine nichtklebrige Oberfläche auf. Somit bleiben die noch unvernetzten Endlos-Schlauchrohlinge während der Weiterverarbeitung formstabil. Das neue Festsilicon baut laut Anbieter während der Vulkanisation eine gute Haftung zu Textilgeweben auf und bildet einen festen Verbund. Dies ermögliche die Herstellung gewebeverstärkter Siliconschläuche, in denen das Textilgewebe für die benötigte Druckstabilität sorgt.

Im vulkanisierten Zustand weist "Elastosil" R 416/70 laut Unternehmen alle silicontypischen Vorteile auf: temperaturbeständig bis 210 Grad Celsius, kälteflexibel bis etwa -45 Grad Celsius. Hinzu kommen eine hohe Alterungs- und Dauer­be­lastungs­beständigkeit. "Elastosil" R 416/70 sei außerdem hinreichend beständig gegen die in der Automobiltechnik eingesetzten Kühlmittel auf Glykol-Wasser-Basis.

Mit dem neuen Produkt lassen sich beispielsweise Kühlmittelschläuche für Turbolader herstellen, in denen das Lagergehäuse gekühlt wird. Dies ist häufig in Ottomotoren der Fall. In den Turbolader-Kühlmittelschläuchen wird das Glykol-Wasser-Gemisch vom Kühler zum Lagergehäuse des Turboladers und wieder zurück geführt. "Elastosil" R 416/70 eignet sich auch zur Herstellung von Schläuchen für Differenzdrucksensoren in Diesel-Partikelfiltern. Die Sensoren messen den Druckunterschied zwischen beiden Seiten des Filters und liefern dadurch Informationen über die Beladung mit Rußpartikeln. Die Schläuche entkoppeln die empfindlichen Sensoren mechanisch vom Auspuff.

Weitere Informationen: www.wacker.com

K 2013, 16.-23.10.2013, Düsseldorf, Halle 6, Stand A10

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