25.07.2014

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Wacker Chemie: Neues Flüssigsilicon für Kühlerdichtungen

Der Münchner Chemiekonzern Wacker erweitert seine Produktpalette um ein neues Flüssigsilicon für die Herstellung von Dichtungen für die Automobilindustrie. Formteile aus dem Silicon sind hitze- und kühlmittelbeständig und besitzen auch unter Dauerbelastung einen geringen Druckverformungsrest. Motorkühler und die Komponenten des Kühlsystems können auf diese Weise zuverlässig abgedichtet werden. "Elastosil" RT 728 - so der Name der neuen Silicontype - kann im Spritzguss verarbeitet oder mit Hilfe einer Dosieranlage direkt auf das abzudichtende Bauteil aufgetragen werden.

"Elastosil" RT 728 wurde in erster Linie zur Herstellung von medien- und temperaturresistenten Dichtungen für die Automobilindustrie entwickelt. Charakteristisch sei die hohe Kühlmittelbeständigkeit des Flüssigsilicons. Dichtungen aus "Elastosil" RT 728 zeigen laut Wacker nach 1000-stündiger Lagerung in 105°C heißer Kühlflüssigkeit nicht mehr als 30 Prozent Druckverformungsrest. Nach 1000 Stunden bei 125°C betrage die bleibende Verformung im entspannten Zustand immer noch weniger als 65 Prozent. Das hohe Rückstellvermögen des Elastomers sorge für einen konstanten Anpressdruck und somit für optimale Dichtheit in der Nut. Zudem bleibe das Gesamteigenschaftsprofil von "Elastosil" RT 728 auch unter Langzeitbelastung praktisch unverändert. Vulkanisate aus dem neuen Flüssigsilicon erfüllen den Angaben zufolge die Liefervorschriften führender Automobilhersteller für Dichtungen in der Motorkühlung.

"Elastosil" RT 728 soll die kostengünstige Serienherstellung von Formteilen im Spritzguss erlauben. Das Flüssigsilicon könne aber auch mit Hilfe einer Dosieranlage direkt auf das abzudichtende Bauteil aufgetragen werden - ein Verfahren, das Automobilzulieferer bei der Herstellung von Zwei-Komponenten-Verbundbauteilen einsetzen. "Elastosil" RT 728 erfülle hierfür alle wichtigen Voraussetzungen. Es lasse sich aufgrund seiner scherverdünnenden Eigenschaften in Dosieranlagen verarbeiten und ist selbsthaftend. Automobilzulieferer wie der Stuttgarter Mahle-Konzern nutzen das Produkt zur Herstellung von Kühlerkomponenten.

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