22.12.2015

www.plasticker.de

Weidmüller: Elektrotechnikspezialist auf Wachstumskurs - Neubau eines Kunden- und Technologiecenters - Ausbau der Kunststoff-Produktion in Rumänien

Der Detmolder Elektrotechnikspezialist Weidmüller blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015 zurück. Im Rahmen des diesjährigen Jahres­abschluss­ge­sprächs verkündete der Weidmüller Vorstand Dr. Peter Köhler: "Wir konnten unser Vorjahresergebnis im fünften Jahr in Folge übertreffen, und das mit einem Wachstum von ca. 4 Prozent." Laut ZVEI wird der Markt im Gesamtjahr mit einem Plus von rund 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr abschließen. Somit liegt das Wachstum bei Weidmüller deutlich über dem Branchenschnitt. Eine Prognose für das kommende Jahr gestaltet sich schwierig: Unsichere politische Lagen und Krisenherde sorgen für eine allgemein instabile Lage auf den Weltmärkten: "Die Entwicklung ist derzeit nicht ganz einfach einzuschätzen. Der ZVEI rechnet jedoch mit einem weltweiten Wachstum von rund fünf Prozent", so Köhler. "Sicher ist, dass wir bei den branchenbeherrschenden Themen Industrie 4.0, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit gut aufgestellt sind." Aus diesem Grund rechnet der Vorstand auch bei Weidmüller für 2016 mit einem deutlichen Umsatzwachstum.

Zukunftsbranchen nehmen Fahrt auf, starkes Wachstum im Ausland
Wichtiger Wachstumstreiber ist insbesondere Asien. Die Nachfrage in China ließ nach einem starken ersten Halbjahr zwar deutlich nach. Insgesamt lag das Wachstum in Gesamt-Asien aber bei rund 8 Prozent. Die Region Indien, Mittlerer Osten und Afrika (IMEA) verzeichnet einen Wachstumsschub im Vergleich zum Vorjahr (+18,6%). Verhaltenen fallen die Aussichten derzeit in der heimischen Industrie und in Nord- und Osteuropa aus.

Trendthemen sollen auch 2016 für weiteres Wachstum sorgen
Marktnahe Lösungen zu Industrie 4.0, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit waren die beherrschenden Branchenthemen in den vergangenen zwölf Monaten. "Neben der Verbindungstechnik wird die Nachfrage nach Lösungen zur Automatisierung und Digitalisierung zukünftig eine deutlich größere Rolle für uns spielen. Industrie 4.0 verknüpft die reale und digitale Welt - Menschen, Maschinen und Ressourcen kommunizieren untereinander. Damit wachsen auch die Bedeutung von Daten und Datenverarbeitung und die Vernetzung von Geräten, insbesondere von Maschinen", verdeutlicht Köhler. In der jüngsten Vergangenheit hatte Weidmüller mehr als 40 Millionen Euro in neue Automatisierungstechnik investiert.

Investitionen in die richtigen Produktlösungen steigern Kundennutzen
Mit dem Neubau eines Kunden- und Technologiecenters wird Weidmüller den Angaben nach einen zweistelligen Millionenbetrag in Detmold investieren. "Damit schaffen wir Raum für kreative Innovationen und den Ausbau unserer globalen Kundenbeziehungen - am Innovationsstandort Detmold", so Köhler. Mit rund 600 modernen Arbeitsplätzen wird das neue Gebäude, dessen Fertigstellung für 2018 geplant ist, als globales Zentrum zur Vernetzung der weltweiten Standorte und als Kundenzentrum dienen. Bei Weidmüller arbeiten weltweit rund 4.800 Mitarbeiter, knapp 2.000 davon am Hauptsitz in Detmold.

Neben Investitionen in die Modernisierung der Produktionsanlagen in Deutschland schreitet der Ausbau des Produktionsnetzwerks auch international voran: "Unseren Standort in Rumänien haben wir dieses Jahr mit zwei energieeffizienten Fertigungshallen um insgesamt 6.500 Quadratmeter Fläche für die Kunststoff-Produktion erweitert. Dort arbeiten nun 600 Mitarbeiter auf insgesamt 15.000 Quadratmetern."

Engagement in der Nachwuchsförderung
Ein besonderer Schwerpunkt der Zukunftsstrategie von Weidmüller liegt auch auf der Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter. Mit der Weidmüller Akademie in Detmold - sowie ihrem Ableger in Asien - hat das Unternehmen Einrichtungen geschaffen, die den Nachwuchs gezielt fördern und sichern, für die Qualifizierung von Mitarbeitern und Kunden sorgen sowie Wissensaustausch und Vernetzung untereinander stärken. Industrie 4.0 verändert Aufgaben und Abläufe. Personaleinsatz, Arbeitsorganisation und Qualifikation müssen von Grund auf angepasst werden. Um diesen Wandel zu unterstützen, bildet Weidmüller die neuen fachlichen wie arbeitsorganisatorischen Anforderungen in seiner Aus- und Weiterbildung ab. Im Fokus steht ein interdisziplinärer sowie system- und praxisorientierter Ansatz, der den Mitarbeitern auch die nötigen sozialen wie persönlichen Kompetenzen an die Hand gibt, die durch die neuen Arbeitsprozesse erforderlich werden.

Weitere News im plasticker