23.09.2010

plasmatreat GmbH

Weltneuheit im Spritzgießprozess: Anti-Haftung von PUR nur durch Plasma

PUR-Schäume haben „naturgemäß“ die Angewohnheit, im Spritzgusswerkzeug haften zu bleiben. Um dies zu verhindern, besprüht man üblicherweise die Innenseiten der Werkzeuge mit Trennmitteln, die sich jedoch auf dem fertigen Kunststoffteil ablagern können. Alternativ wird eine dauerhafte Beschichtung aufgebracht, wofür allerdings die Demontage, der Versand des Werkzeugs an eine Fachfirma sowie der anschließende Wiedereinbau erforderlich sind. Ein teurer und zeitaufwendiger Prozess.

Die Systempartner Plasmatreat GmbH, Steinhagen, Marktführer für atmosphärische Plasmatechnologie, und CeraCon GmbH, Weikersheim, Engineeringspezialist für Schaumdichtungssysteme, stellen eine neu entwickelte Antihaft-Lösung vor. Sie zeigen, wie die atmosphärisches Plasmatechnologie Openair® die trennmittelfreie Verarbeitung von Polyurethan durch Schichtauftrag und Regeneration direkt im Spritzgießwerkzeug ermöglicht. Zur Erzeugung der Schicht wird dem Plasma eine siliziumorganische Verbindung beigemischt. Durch die hochenergetische Anregung im Plasma wird diese Verbindung fragmentiert und scheidet sich auf einer Oberfläche als glasartige Schicht ab.

Das Beschichtungsverfahren namens PlasmaPlus® ist eine völlig neue Methode zur ortsselektiven Anti-Haftungsbeschichtung im PUR-Spritzgießprozess. Der Anti-Haftungseffekt entsteht allein durch eine Plasmapolymerisation auf der Werkzeugoberfläche. Nasschemische Trennmittel werden durch das umweltfreundliche Verfahren komplett ersetzt und auch der Ausbau der Form zur Neubeschichtung entfällt, denn abgenutzte Schichten brauchen nicht mehr entfernt werden. Ihre Regeneration kann nun erstmals direkt im Spritzgießwerkzeug erfolgen.

www.plasmatreat.de
Halle 11, Stand G04