17/12/2014

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Wenn Gummistiefel nicht aus Gummi sind

Außerhalb der Industrie", so Engelhardt, "ist es selbst in Fachkreisen vielfach nicht klar, ob es sich um Gummi - genauer Elastomer - ein thermoplastisches Elastomer oder um einen Kunststoff handelt."Ein Gummistiefel, das sagt der Begriff, ist aus Gummi. "Genau das trifft heute nur noch im Ausnahmefall zu", so Engelhardt. "Aus Kostengrüden ist der vermeintliche Gummi­stiefel häufig aus PVC und zudem ­importiert. Fallen solche meist sehr preiswerten ­
Produkte durch kritische ­Inhaltsstoffe auf, dann kann das Negativ-Image auf Elastomer-­Erzeugnisse ausstrahlen, völlig zu Unrecht," wie Engelhardt betont.

In Europa und speziell in Deutschland gelten besondere Schutzregelungen für Materialien, die für Spielzeuge, für den Kontakt mit Lebensmitteln oder mit Trinkwasser eingesetzt werden sowie für Verbraucherprodukte Verwendung finden. Engelhardt verweist darauf, dass sich die Branche aktiv um den Verbraucherschutz kümmert: "Der wdk hat sich im vergangenen Jahr ganz entschieden dafür eingesetzt, dass europaweit für Verbraucherprodukte ein Grenzwert für unter Krebsverdacht stehende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) von max. 1 mg/kg (1:1.000.000) verbindlich festgelegt wurde."

"Elastomer-Erzeugnisse deutscher Hersteller sind auch und gerade für sensible Anwendungen, bei denen beispielsweise Hautkontakt besteht oder Lebensmittel eine Rolle spielen, bestens geeignet und sichere Produkte. Gesundheitlich bedenkliche Stoffe sind hier fehl am Platze", so Engelhardt und verweist u. a. auf die Mitarbeit des wdk in Arbeitskreisen des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR), in denen die Anforderungen an Elastomer-Erzeugnisse in besonders schutzwürdigen Anwendungsbereichen dem neuesten Stand der Technik angepasst werden.

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