23.02.2015

Karlsruher Institut für Technologie

Wenn Nanomaterialien im Müll landen

Nanopartikel verbessern die Eigenschaften von Produkten wie Autoreifen, Zahnpasta oder Wandfarben. Und sie erschließen sich zunehmend weitere Anwendungen. Nachdem ihre Produktion und Handhabung bereits kritisch öffentlich begleitet wurde, steht nun auch die fachgerechte Entsorgung im öffentlichen Interesse. Zum Stand der Technik tauschen sich am 4. März 2015 Experten am KIT [1] aus.

Nanomaterialien finden zunehmend Einsatz in industriellen Produkten, die am Ende ihres Lebenszyklus zu entsorgen sind. In vielen Fällen wird hierfür die thermische Behandlung in Sonderabfallverbrennungsanlagen eingesetzt, deren Betreiber die Verantwortung für die sichere Entsorgung übernehmen. In Hinblick auf die öffentliche Diskussion zur Sicherheit nanopartikulärer Stoffe wird deren mögliche Freisetzung kritisch hinterfragt.

Im Rahmen eines KIT-Kolloquiums [2] wird der aktuelle Stand des Wissens zur Messung, Bildung und Abscheidung von Nanopartikeln in thermischen Verfahren beleuchtet. Die aktuelle rechtliche Situation und mögliche Risiken werden diskutiert. Anwendungsnahe Untersuchungen zur thermischen Behandlung nanomaterialhaltiger Abfälle in Sonderabfallbehandlungsanlagen werden vorgestellt.

Quelle und weiterführende Informationen