17/02/2011

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WerkTag-Bildung: Arburg stellt Spritzgießmaschine zur Verfügung - Start der ersten Testkurse im Frühjahr

Die gemeinnützige WerkTag-Bildung nimmt immer mehr Fahrt auf. Die Gesellschaft mit Sitz im Herzen des TechnologieParks Bergisch Gladbach begeisterte in den letzten Wochen zahlreiche Unternehmen für ihr spannendes Bildungskonzept und gewann diese als Sponsoren. Darunter ist auch der Maschinenhersteller Arburg, der eine Spritzgießmaschine leihweise zur Verfügung stellt. Mit ersten Testkursen soll bereits im Frühjahr gestartet werden. Schulklassen bekommen ab Juni die Möglichkeit, das Berufsleben intensiv kennenzulernen. Dann heißt es: Untersuchen. Begreifen. Verstehen.

Werktag-Bildung vermittelt ganzheitliches Lernen
In den eintägigen Kursen lernen Schüler an einem Werktag von 9 bis 16 Uhr die Entstehung eines Produkts kennen - von der Idee bis zur Vermarktung. Daran wird eines gleich ganz deutlich: WerkTag-Bildung unterscheidet sich grundsätzlich von den vielen üblichen Schülerlabors. Das ganzheitliche Lernen und das Verstehen von Zusammenhängen in einem Produktionsprozess stehen dabei im Mittelpunkt. Und am Ende kommt ein handfestes Produkt für jeden Teilnehmer dabei heraus. Aber natürlich nur, wenn richtig geplant und gewirtschaftet wurde.

Großer Vertrauensbeweis
Mit Hilfe der Arburg-Spritzgießmaschine werden die Kursteilnehmer Kunststoffprodukte wie z.B. Löffel oder Becher herstellen können. Die Gesellschafterinnen der WerkTag-Bildung, Bärbel Prokop und Dorothea Wessel, freuen sich, dass auch die Bildungs- und Orientierungsmaßnahmen für Jugendliche im WerkTag den Beifall der Arburg-Geschäftsführung gefunden haben: "Für uns ist es nicht nur eine unermessliche Hilfe, diese hochtechnisierte Einrichtung, ausgerüstet nach dem derzeitigen Stand der Technik, hier einsetzen zu können. Es ist vor allem ein sehr großzügiges Entgegenkommen und ein besonderer Vertrauensbeweis in unser Vorhaben."

Weitere Sponsoren gewonnen
Ebenfalls als Sponsoren konnten gewonnen werden Schröer Kunststofftechnik, Christmann Kunststofftechnik, igus, PARES, Sozietät KONLUS, Letrak, Schmidt Bus & Reise, Beos Immobilienservice, AS Malerbetrieb sowie der TechnologiePark Bergisch Gladbach und das TechnologieZentrum Bergisch Gladbach. Unterstützung leisten auch die IHK Köln und die Kunststoff Initiative Oberberg KIO e.V. Die Unternehmen fördern WerkTag-Bildung finanziell, mit vielfältigen Leistungen, beispielsweise zum Umbau der Schulungshalle oder mit Festbuchung von Kursen. Sie engagieren sich damit für eine effektive Nachwuchsförderung und stemmen sich gemeinsam gegen den wachsenden Fachkräftemangel. Für ihre Zuwendungen erhalten die Firmen Spendenquittungen.

Unterstützer der ersten Stunde sind Miltenyi Biotech, BarlogPlastics, BaHsys, Gira und Oevermann Networks.

Über das Konzept von WerkTag-Bildung
Während eines WerkTags wird für die Teilnehmer erlebbar, wie ein Rädchen ins andere greifen muss, damit ein Produktionsprozess erfolgreich wird - sprich, ein marktfähiges Produkt entsteht. Wie wichtig dafür Teambildung und Kommunikationsfähigkeit sind, ist eine der wertvollsten Erfahrungen, die Schülerinnen und Schüler mitnehmen. Dabei steht das Erleben und Erfahren im Mittelpunkt. Besonders für Jugendliche ab 14 Jahren, die an der Schwelle zu Beruf und Studium stehen, ist der Kurs als Orientierungshilfe geeignet und bietet deutlich mehr als die üblichen Schülerlabore. Das Besondere am WerkTag ist, dass jeder Jugendliche in dem Kurs Teil eines betrieblichen Ablaufs wird, der innerhalb eines Produktionsprozesses stattfindet. Zentrales Ziel des WerkTag-Konzeptes ist die individuelle Erfahrung jedes Teilnehmers, dass nur das Zusammenwirken von persönlichem Engagement, Teamfähigkeit und Kommunikation zum Erfolg führt. Ein WerkTag-Kurs berührt nahezu 50 Berufsbilder, die in dem Entwicklungs- und Produktionsprozess miteinander interagieren. Fünf Teams kümmern sich während einer "Schicht" im TechnologiePark Bergisch Gladbach beispielsweise um Finanzen, Marktbeobachtung, Entwicklung, Technik, Produktion, Qualitätskontrolle und Kommunikation. Diese praxisnahe Erfahrung macht betriebliche Zusammenhänge verständlich und fördert unternehmerisches Denken und Handeln. Das didaktische Konzept des WerkTags ist dem des Baylab Plastics der Bayer Material Science entliehen (Siehe auch plasticker-News vom 21.12.2010).

WerkTag-Bildung will nicht nur Kurse für Jugendliche anbieten, sondern auch für Lehrer, Lehramtsanwärter und -studenten sowie für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Rahmen des Lebenslangen Lernens. Besonders angesprochen dafür sind beispielsweise Ausbilder oder Personalleiter in Unternehmen.